Fell absuchen, Zecken entfernen und vorbeugen

Zecken bei Katzen: So findest, entfernst und vermeidest du sie

Du hast im Fell deiner Katze eine Zecke entdeckt oder möchtest sie nach einem Aufenthalt im Freien gründlich kontrollieren? Dann gehe ruhig und vorsichtig vor. Gerade kleine Zecken können zwischen dichtem Fell oder an schwer sichtbaren Stellen leicht übersehen werden.

Hier erfährst du, wo du bei deiner Katze besonders suchen solltest, wie du das Fell systematisch kontrollierst, wie du bei einer festgesogenen Zecke vorgehst und wann tierärztlicher Rat sinnvoll ist.

Zecken bei Katzen: Das Wichtigste in Kürze

Kontrolliere besonders Freigängerkatzen regelmäßig auf Zecken. Im dichten Fell können kleine Parasiten leicht übersehen werden.

  1. Fell zunächst vorsichtig mit den Händen abtasten.
  2. Kopf und Ohrumgebung kontrollieren.
  3. Hals und Nacken prüfen.
  4. Brust und Achselbereiche ansehen.
  5. Bauch und Leistenbereich kontrollieren.
  6. Beine und Pfoten nicht vergessen.
  7. Verdächtige Erhebungen genauer betrachten.
  8. Festgesogene Zecken möglichst zeitnah entfernen.

Entdeckst du eine festgesogene Zecke, solltest du ruhig und kontrolliert vorgehen. Weiter unten findest du die Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Wo solltest du bei Katzen besonders nach Zecken suchen?

Zecken können grundsätzlich an verschiedenen Körperstellen sitzen. Deshalb ist eine möglichst vollständige Kontrolle sinnvoll. Dichtes Fell kann kleine Zecken zusätzlich verdecken.

Kopf

Beginne am Kopf und fahre vorsichtig mit den Fingern durch das Fell. Achte auf kleine fest sitzende Erhebungen oder ungewöhnliche Punkte.

Gehe behutsam vor, besonders wenn deine Katze Berührungen am Kopf nicht gerne toleriert.

Ohren und Bereiche hinter den Ohren

Kontrolliere die Außenseiten der Ohren und die Bereiche dahinter. Kleine Zecken können dort zwischen Fell und Haut leicht übersehen werden.

Manipuliere nicht tief im Gehörgang. Sitzt eine Zecke im oder unmittelbar am Gehörgang, ist tierärztliche Hilfe sinnvoll.

Hals und Nacken

Teile das Fell vorsichtig und prüfe Hals und Nacken. Achte auch auf Stellen unter oder entlang eines Halsbands, falls deine Katze eines trägt.

Brust und Achselbereiche

Kontrolliere den Brustbereich und – soweit deine Katze dies ruhig zulässt – auch die Bereiche an den Vorderbeinen und Achseln.

Bauch

Am Bauch ist das Fell bei manchen Katzen dünner. Prüfe die Haut vorsichtig und achte auf kleine dunkle oder erhabene Stellen.

Leistenbereich

Auch der Leistenbereich kann bei einer schnellen Kontrolle übersehen werden. Prüfe ihn nur so weit, wie dies sicher und ohne unnötigen Stress möglich ist.

Beine und Pfoten

Fahre die Beine vorsichtig ab und kontrolliere auch die Pfoten, sofern deine Katze Berührungen dort toleriert.

Schwanzansatz

Prüfe auch den Schwanzansatz und angrenzende Fellbereiche. Dichtes Fell kann kleine Zecken dort zusätzlich verdecken.

Katze nach Zecken absuchen: Schritt für Schritt

Eine feste Reihenfolge hilft dabei, keine Stelle versehentlich auszulassen. Passe die Kontrolle an das Verhalten deiner Katze an und erzwinge keine hektische Untersuchung.

1. Ruhigen Moment wählen

Kontrolliere deine Katze möglichst in einer entspannten Situation. Viele Katzen lassen sich leichter untersuchen, wenn sie ruhig liegen oder ohnehin gestreichelt werden.

2. Für gutes Licht sorgen

Helles und gleichmäßiges Licht erleichtert die Suche. Bei dunklem Fell kann zusätzliches Licht besonders hilfreich sein.

3. Fell vorsichtig abtasten

Fahre langsam mit den Händen über den Körper. Kleine fest sitzende Erhebungen können beim vorsichtigen Abtasten auffallen.

Eine ertastete Erhebung ist jedoch nicht automatisch eine Zecke. Zitzen, kleine Hautveränderungen, Krusten oder andere Strukturen können ähnlich wirken.

4. Fell abschnittsweise teilen

Teile dichtes oder längeres Fell vorsichtig mit den Fingern und sieh dir die Haut darunter an.

Arbeite in kleinen Bereichen und vermeide hektisches Ziehen am Fell.

5. Von vorne nach hinten kontrollieren

Beginne am Kopf und arbeite dich über Hals, Brust und Körper langsam nach hinten vor.

6. Schwer sichtbare Stellen nachprüfen

Kontrolliere abschließend Ohren, Nacken, Achselbereiche, Bauch, Leistenbereich und Schwanzansatz.

7. Verdächtige Stelle genauer betrachten

Entdeckst du eine kleine dunkle oder erhabene Stelle, ziehe nicht sofort daran. Sorge zunächst für gute Sicht und prüfe die Stelle genauer.

Mit der Zecken-Kamera kannst du kleine Haut- oder Fellbereiche direkt im Browser betrachten.

Wie erkennst du eine Zecke bei der Katze?

Eine Zecke muss nicht groß und sofort auffällig sein. Kleine Entwicklungsstadien können zwischen den Haaren leicht übersehen werden.

Eine festgesogene Zecke sitzt direkt an der Haut. Je nach Größe und Perspektive können seitliche Beine erkennbar sein.

Hat die Zecke bereits Blut aufgenommen, kann ihr Körper größer und voller wirken.

Verlasse dich nicht allein auf Farbe oder Größe. Auch Zitzen, kleine Hautveränderungen, Krusten oder andere Erhebungen können auf den ersten Blick ähnlich aussehen.

Zecke oder Zitze bei der Katze?

Eine Zitze kann bei dichtem Fell oder beim schnellen Abtasten mit einer kleinen festgesogenen Zecke verwechselt werden.

Ziehe deshalb niemals gewaltsam an einer unklaren Erhebung. Teile zunächst das Fell und betrachte die Stelle bei gutem Licht.

Eine Zitze gehört zur Haut und tritt an typischen Stellen entlang der Bauchseite auf. Eine Zecke sitzt als äußerer Parasit an der Haut und kann je nach Größe sichtbare Beine besitzen.

Bleibt die Stelle unklar, sollte sie tierärztlich beurteilt werden.

Zecke oder Warze bei der Katze?

Auch kleine Warzen oder andere Hautveränderungen können beim Abtasten wie eine Zecke wirken.

Versuche nicht, eine unklare Hautveränderung durch Ziehen oder Kratzen zu identifizieren.

Teile das Fell, sorge für gutes Licht und betrachte die Stelle aus verschiedenen Winkeln. Bleibt sie unklar oder verändert sie sich auffällig, ist eine tierärztliche Beurteilung sinnvoll.

Zecke bei der Katze gefunden – was jetzt?

Eine festgesogene Zecke sollte möglichst zeitnah und sachgerecht entfernt werden.

Verwende ein geeignetes Instrument, beispielsweise eine feine Zeckenpinzette, eine geeignete Zeckenzange oder einen Zeckenhaken.

1. Katze ruhig halten

Wähle eine möglichst entspannte Situation. Eine zweite vertraute Person kann helfen, wenn die Katze ruhig und sicher gehalten werden kann.

Erzwinge keine Entfernung, wenn die Katze stark panisch oder aggressiv reagiert.

2. Fell zur Seite halten

Lege die Zecke möglichst vollständig frei. Halte längeres Fell vorsichtig aus dem Arbeitsbereich.

3. Zecke möglichst hautnah greifen

Setze das geeignete Werkzeug dicht an der Haut an. Vermeide unnötiges Quetschen des volleren Zeckenkörpers.

4. Zecke kontrolliert entfernen

Entferne die Zecke ruhig und entsprechend den Anwendungshinweisen des verwendeten Instruments.

Vermeide hektisches Reißen oder wiederholte unkontrollierte Versuche.

5. Hautstelle kontrollieren

Sieh dir die Stelle nach der Entfernung an. Bleiben Teile der Mundwerkzeuge zurück, kann eine lokale Reaktion entstehen.

6. Stelle weiter beobachten

Behalte die Hautstelle und das Befinden deiner Katze im Blick. Bei auffälligen Veränderungen oder Beschwerden solltest du tierärztlichen Rat einholen.

Diese Ratgeber können zusätzlich hilfreich sein:

Was solltest du beim Entfernen einer Zecke vermeiden?

Ungeeignete Hausmittel oder hektische Manipulation können die Entfernung erschweren.

Kein Öl verwenden

Beträufle eine festgesogene Zecke nicht mit Öl. Entferne sie stattdessen mit geeignetem Werkzeug.

Keinen Alkohol oder Klebstoff verwenden

Auch Alkohol, Klebstoff oder ähnliche Substanzen sollten nicht auf die festgesogene Zecke aufgetragen werden.

Zecke nicht stark quetschen

Greife möglichst nah an der Haut und vermeide unnötigen Druck auf den volleren Körper.

Nicht hektisch an der Zecke ziehen

Sorge für gute Sicht und gehe kontrolliert vor. Wiederholte unruhige Versuche können die Situation für die Katze zusätzlich stressig machen.

Keine unsichere Entfernung erzwingen

Reagiert die Katze stark abwehrend oder sitzt die Zecke an einer schwer zugänglichen Stelle, kann tierärztliche Hilfe die sicherere Lösung sein.

Was tun, wenn ein Teil der Zecke in der Haut bleibt?

Nach der Entfernung können Teile der Mundwerkzeuge in der Haut zurückbleiben. Dadurch kann sich eine lokale Entzündungsreaktion entwickeln.

Versuche nicht, tief sitzende Reste mit Gewalt herauszukratzen oder aus der Haut zu schneiden.

Bei zunehmender Rötung, deutlicher Schwellung, Schmerzen, Sekretbildung oder Unsicherheit sollte die Stelle tierärztlich untersucht werden.

Warum sind Zecken für Katzen relevant?

Zecken sind blutsaugende Parasiten und können Krankheitserreger auf Tiere übertragen. Welche Risiken im Einzelfall relevant sind, hängt unter anderem von Zeckenart, Region, Lebensweise und Exposition der Katze ab.

Freigängerkatzen haben in der Regel mehr Möglichkeiten zum Zeckenkontakt als reine Wohnungskatzen. Trotzdem sollte das individuelle Risiko nicht allein nach einer einzigen Kategorie beurteilt werden.

Regelmäßige Kontrolle, zeitnahe Entfernung und ein geeigneter Schutz können wichtige Bestandteile der Vorsorge sein.

Welche Krankheiten können Zecken auf Katzen übertragen?

Zecken können mit unterschiedlichen Krankheitserregern infiziert sein und diese beim Saugakt übertragen. Erkrankungen durch Zecken werden bei Katzen insgesamt anders bewertet als beim Hund und hängen stark von Region und Exposition ab.

Anaplasmose

Anaplasmen sind Bakterien, die durch Zecken übertragen werden können. Eine Erkrankung kann mit unterschiedlichen und teils unspezifischen Beschwerden einhergehen.

Bei Fieber, Mattigkeit oder anderen auffälligen Symptomen ist eine tierärztliche Untersuchung erforderlich.

Babesiose

Babesien sind einzellige Parasiten. Eine Babesiose ist bei Katzen in Deutschland deutlich weniger typisch als beim Hund, kann je nach Region, Erreger und Reisehistorie aber eine Rolle spielen.

Bei auffälligen Beschwerden nach Auslandsaufenthalten sollte die Reisehistorie immer in der Tierarztpraxis erwähnt werden.

Borrelien und andere Erreger

Zecken können verschiedene Bakterien, Viren und Parasiten tragen. Der bloße Nachweis eines Zeckenstichs bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine klinische Erkrankung vorliegt.

Eine Diagnose muss tierärztlich anhand der gesamten Situation gestellt werden.

Reisebedingte Risiken

Bei Reisen können zusätzliche Zeckenarten und Krankheitserreger relevant werden. Das individuelle Risiko hängt stark von Reiseziel, Aufenthaltsdauer und Exposition ab.

Welche Symptome nach einem Zeckenstich sind bei Katzen auffällig?

Ein Zeckenstich führt nicht automatisch zu einer Erkrankung. Trotzdem solltest du bei neu auftretenden Beschwerden aufmerksam werden.

Mögliche Warnzeichen sind unter anderem:

  • Fieber,
  • ungewöhnliche Müdigkeit oder Mattigkeit,
  • Appetitverlust,
  • deutliche Schwäche,
  • auffällige Bewegungsunlust,
  • blasse Schleimhäute,
  • ungewöhnliche Atemprobleme,
  • neurologische Auffälligkeiten,
  • eine deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands.

Diese Beschwerden können viele unterschiedliche Ursachen haben. Ein vorausgegangener Zeckenbefall oder eine Reise sollte der Tierarztpraxis trotzdem mitgeteilt werden.

Zecken bei Katzen vorbeugen

Ein vollständiger Schutz vor jedem Zeckenkontakt lässt sich nicht immer garantieren. Mehrere Maßnahmen können das Risiko jedoch reduzieren.

Katze regelmäßig absuchen

Kontrolliere besonders Freigängerkatzen regelmäßig. Entferne krabbelnde Zecken möglichst, bevor sie sich festsetzen.

Festgesogene Zecken zeitnah entfernen

Entdeckst du eine festgesogene Zecke, entferne sie möglichst zeitnah und sachgerecht.

Geeigneten Zeckenschutz auswählen

Für Katzen stehen geeignete Tierarzneimittel zur Verfügung. Welcher Schutz infrage kommt, hängt unter anderem von Alter, Gewicht, Gesundheitszustand, Lebensweise und individuellem Risiko ab.

Bei Unsicherheit sollte die Auswahl mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt besprochen werden.

Freigang berücksichtigen

Katzen mit regelmäßigem Aufenthalt im Freien können häufiger mit Zecken in Kontakt kommen. Passe Kontrolle und Schutz an die tatsächliche Exposition an.

Reisen einplanen

Bei Reisen können zusätzliche Parasitenrisiken relevant sein. Plane geeignete Schutzmaßnahmen rechtzeitig vor dem Aufenthalt.

Welcher Zeckenschutz ist für Katzen geeignet?

Für Katzen gibt es verschiedene speziell geeignete Präparate und Anwendungsformen. Welcher Schutz sinnvoll ist, lässt sich nicht für jede Katze pauschal beantworten.

Berücksichtigt werden sollten unter anderem:

  • Alter der Katze,
  • Körpergewicht,
  • Gesundheitszustand,
  • andere Medikamente,
  • Freigang oder Wohnungshaltung,
  • regionale Zeckenexposition,
  • Reiseziele,
  • weitere Tiere im Haushalt.

Verwende nur Produkte, die für Katzen vorgesehen und entsprechend zugelassen sind. Beachte die Anwendungshinweise genau.

Warum Hundemittel für Katzen gefährlich sein können

Hunde und Katzen unterscheiden sich in ihrer Verträglichkeit bestimmter Wirkstoffe. Deshalb darf ein für Hunde vorgesehenes Präparat nicht automatisch bei einer Katze angewendet werden.

Besonders problematisch können Produkte sein, deren Wirkstoffe Katzen nicht sicher vertragen.

Verwende deshalb ausschließlich ein Präparat, das ausdrücklich für Katzen vorgesehen ist, und beachte die angegebene Dosierung und Anwendung.

Hat eine Katze versehentlich Kontakt mit einem ungeeigneten Mittel gehabt oder zeigt sie danach Auffälligkeiten, sollte unverzüglich tierärztlicher Rat eingeholt werden.

Sind natürliche Hausmittel gegen Zecken bei Katzen sinnvoll?

Im Internet werden zahlreiche natürliche Mittel gegen Zecken empfohlen. Natürlich bedeutet jedoch nicht automatisch sicher.

Gerade Katzen können auf bestimmte ätherische Öle oder andere Stoffe empfindlich reagieren. Auch beim Putzen können äußerlich aufgetragene Substanzen aufgenommen werden.

Verwende deshalb keine selbst gemischten Mittel allein aufgrund von Empfehlungen aus sozialen Medien, Foren oder privaten Erfahrungsberichten.

Bei relevantem Zeckenrisiko sollte ein für Katzen geeigneter und sicher angewendeter Schutz gewählt werden.

Teebaumöl gegen Zecken bei Katzen?

Teebaumöl ist für die Anwendung bei Katzen keine harmlose natürliche Alternative. ESCCAP weist ausdrücklich auf Risiken durch Teebaumöl bei Hund und Katze hin.

Trage Teebaumöl nicht eigenmächtig als Zeckenschutz auf deine Katze auf.

Bei möglicher Aufnahme oder auffälligen Beschwerden nach Kontakt sollte tierärztlicher Rat eingeholt werden.

Zecken bei Wohnungskatzen

Reine Wohnungskatzen haben meist eine andere Zeckenexposition als Freigänger. Ein Kontakt ist dennoch nicht unter allen Umständen ausgeschlossen.

Zecken können beispielsweise über andere Tiere oder Gegenstände in die häusliche Umgebung gelangen. Das individuelle Risiko hängt von der konkreten Situation ab.

Eine tägliche intensive Kontrolle jeder Wohnungskatze ist deshalb nicht pauschal nötig. Bei konkretem Verdacht oder vorhandener Exposition sollte jedoch genauer hingesehen werden.

Zecken bei Freigängerkatzen

Freigängerkatzen können in Vegetation, Gärten, Wiesen oder anderen Außenbereichen mit Zecken in Kontakt kommen.

Eine regelmäßige Fellkontrolle ist deshalb besonders sinnvoll. Prüfe deine Katze möglichst dann, wenn sie ruhig ist und Berührungen toleriert.

Auch bei verwendetem Zeckenschutz bleibt eine Kontrolle sinnvoll, weil kein Schutz in jeder Situation jeden einzelnen Kontakt sicher verhindert.

Zecken bei Katzen im Winter

Zeckenaktivität ist nicht ausschließlich auf heiße Sommertage begrenzt. Je nach Zeckenart und Witterung können Zecken auch in kühleren Monaten aktiv sein.

Die Tierärztliche Hochschule Hannover untersucht Zecken und zeckenübertragene Erkrankungen und weist auf veränderte Aktivitäts- und Verbreitungsmuster hin.

Verlasse dich deshalb nicht allein auf den Kalendermonat. Entscheidend sind tatsächliche Witterung, Region und Exposition deiner Katze.

Zecken bei Katzen nach einer Reise

Nach Reisen können zusätzliche Zeckenarten und Krankheitserreger relevant sein. Das gilt besonders bei Aufenthalten in Regionen mit anderer Parasitenverbreitung.

Kontrolliere deine Katze nach entsprechendem Aufenthalt sorgfältig und achte auf auffällige Beschwerden.

Treten danach Fieber, Mattigkeit, Appetitverlust oder andere ungewöhnliche Symptome auf, informiere die Tierarztpraxis über Reiseziel und Reisezeitraum.

Wann solltest du mit deiner Katze zum Tierarzt?

Tierärztlicher Rat ist sinnvoll, wenn eine Zecke nicht sicher entfernt werden kann, eine Hautstelle deutlich auffällig wird oder deine Katze Beschwerden entwickelt.

Hole insbesondere tierärztlichen Rat bei:

  • Fieber,
  • deutlicher Mattigkeit oder Schwäche,
  • Appetitverlust,
  • auffälliger Bewegungsunlust,
  • blassen Schleimhäuten,
  • neurologischen Auffälligkeiten,
  • starker Entzündung an der Stichstelle,
  • einer Zecke im oder unmittelbar am Gehörgang,
  • einer Zecke an einer schwer zugänglichen Stelle,
  • Kontakt mit einem ungeeigneten Zeckenschutzmittel,
  • einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustands.

Bei schweren oder rasch zunehmenden Beschwerden sollte zeitnah tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Häufige Fehler bei Zecken an Katzen

Nur oberflächlich über das Fell schauen

Im dichten Fell können kleine Zecken leicht übersehen werden. Teile das Fell abschnittsweise und betrachte auch die Haut.

An jeder Erhebung ziehen

Nicht jede Erhebung ist eine Zecke. Zitzen und Hautveränderungen können ähnlich wirken.

Die Katze mit Gewalt festhalten

Eine panische oder stark abwehrende Katze erhöht das Verletzungsrisiko für Tier und Mensch. Erzwinge keine unsichere Entfernung.

Öl oder Klebstoff verwenden

Solche Hausmittel sind keine geeignete Methode zur Entfernung einer festgesogenen Zecke.

Ein Hundemittel bei der Katze verwenden

Ein für Hunde geeignetes Produkt ist nicht automatisch für Katzen sicher. Verwende ausschließlich geeignete Katzenpräparate.

Natürliche Mittel automatisch für harmlos halten

Auch natürliche Stoffe und ätherische Öle können für Katzen problematisch sein.

Häufige Fragen zu Zecken bei Katzen

Wo sitzen Zecken bei Katzen häufig?

Kontrolliere möglichst den gesamten Körper. Besondere Aufmerksamkeit verdienen unter anderem Kopf, Ohren, Bereiche hinter den Ohren, Hals, Nacken, Brust, Bauch, Leistenbereich und Schwanzansatz.

Wie suche ich meine Katze nach Zecken ab?

Taste das Fell vorsichtig ab und teile es anschließend abschnittsweise. Gehe in einer festen Reihenfolge vor und passe die Kontrolle an das Verhalten deiner Katze an.

Wie entferne ich eine Zecke bei der Katze?

Verwende ein geeignetes Zeckenentfernungsinstrument. Greife die Zecke möglichst nah an der Haut und entferne sie ruhig und entsprechend den Anwendungshinweisen des verwendeten Instruments, ohne den Körper unnötig zu quetschen.

Darf man Öl auf eine Zecke bei der Katze geben?

Nein. Öl, Alkohol, Klebstoff und ähnliche Substanzen sollten nicht zur Entfernung einer festgesogenen Zecke verwendet werden.

Was tun, wenn ein Teil der Zecke stecken bleibt?

Teile der Mundwerkzeuge können in der Haut zurückbleiben und eine lokale Reaktion verursachen. Bei Entzündung, Beschwerden oder Unsicherheit sollte die Stelle tierärztlich beurteilt werden.

Kann ich ein Zeckenmittel für Hunde bei meiner Katze verwenden?

Nein, nicht ohne ausdrückliche Eignung für Katzen. Verwende ausschließlich Produkte, die für Katzen vorgesehen sind. Manche für Hunde geeigneten Wirkstoffe können für Katzen gefährlich sein.

Sind natürliche Zeckenmittel für Katzen harmlos?

Nein. Natürlich bedeutet nicht automatisch sicher. Bestimmte ätherische Öle und andere Stoffe können für Katzen problematisch sein.

Muss eine Katze nach jedem Zeckenstich zum Tierarzt?

Nein, nicht automatisch. Bei auffälligen Beschwerden, deutlicher Entzündung, einer schwer entfernbaren Zecke oder anderen Warnzeichen ist tierärztlicher Rat sinnvoll.

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Quellen

Für die fachliche Erstellung und Überprüfung dieser Seite wurden insbesondere parasitologische, tierärztliche und wissenschaftliche Fachinformationen berücksichtigt.

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