Aktueller Stand 2026 und Bedeutung der regionalen Einstufung

FSME-Risikogebiete 2026: Karte, Bundesländer und Impfempfehlung

FSME tritt in Deutschland regional unterschiedlich häufig auf. Das Robert Koch-Institut bewertet die gemeldeten Erkrankungen regelmäßig und veröffentlicht jedes Jahr eine aktualisierte Karte der offiziell ausgewiesenen Risikogebiete.

Hier erfährst du, wo die FSME-Risikogebiete 2026 liegen, was die Einstufung genau bedeutet, wann eine Impfung empfohlen wird und warum auch außerhalb dieser Gebiete einzelne Infektionen möglich sind.

FSME-Risikogebiete 2026: Das Wichtigste in Kürze

  1. Das Robert Koch-Institut weist 2026 insgesamt 185 Kreise als FSME-Risikogebiete aus.
  2. Neu hinzugekommen sind der Landkreis Nordsachsen und der Stadtkreis Halle (Saale).
  3. Die meisten Risikogebiete liegen in Bayern und Baden-Württemberg.
  4. Weitere Schwerpunkte bestehen in Südhessen, Sachsen, im südöstlichen Thüringen, südöstlichen Brandenburg und östlichen Sachsen-Anhalt.
  5. Einzelne Risikogebiete liegen außerdem in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.
  6. Nicht jede Zecke in einem Risikogebiet trägt FSME-Viren.
  7. Auch außerhalb ausgewiesener Risikogebiete sind einzelne FSME-Infektionen möglich.
  8. Die FSME-Impfung wird besonders bei möglichem Zeckenkontakt in Risikogebieten empfohlen.
  9. Die Impfung schützt nicht vor Borreliose und ersetzt das Absuchen nicht.
  10. Die RKI-Karte sollte mindestens einmal jährlich auf dieser Seite aktualisiert werden.

Wo liegen die FSME-Risikogebiete 2026?

Die regionalen Schwerpunkte liegen weiterhin vor allem im Süden und Südosten Deutschlands.

Das Robert Koch-Institut nennt insbesondere:

  • Bayern,
  • Baden-Württemberg,
  • Südhessen,
  • südöstliches Thüringen,
  • Sachsen,
  • südöstliches Brandenburg,
  • und östliches Sachsen-Anhalt.

Einzelne ausgewiesene Risikogebiete befinden sich außerdem in:

  • Mittelhessen,
  • Rheinland-Pfalz,
  • dem Saarland,
  • Niedersachsen,
  • und Nordrhein-Westfalen.

Die Verteilung ist nicht gleichmäßig. Innerhalb eines Bundeslandes können Risikogebiete direkt an nicht als Risikogebiet eingestufte Landkreise grenzen.

Aktuelle RKI-Karte der FSME-Risikogebiete

Karte der FSME-Risikogebiete 2026 in Deutschland mit Schwerpunkten in Süd- und Ostdeutschland

Für die genaue Prüfung eines Wohnorts, Reiseziels oder Landkreises ist die aktuelle Karte des Robert Koch-Instituts die maßgebliche Quelle.

Die Karte zeigt die offiziell ausgewiesenen Stadt- und Landkreise. Sie wird regelmäßig auf Grundlage der gemeldeten FSME-Erkrankungen aktualisiert.

FSME-Risikogebiete nach Bundesland

Die folgende Einordnung zeigt die regionalen Schwerpunkte. Für die verbindliche Prüfung eines einzelnen Kreises sollte immer die aktuelle RKI-Liste verwendet werden.

Bayern

In Bayern ist ein großer Teil der Land- und Stadtkreise als FSME-Risikogebiet ausgewiesen. Das Risiko ist nicht auf Waldregionen beschränkt. Zeckenkontakt ist auch in Gärten, Parks und auf Wiesen möglich.

Baden-Württemberg

Auch Baden-Württemberg gehört zu den Bundesländern mit besonders vielen Risikogebieten. Wer dort regelmäßig in Natur, Garten oder Grünanlagen unterwegs ist, sollte seinen FSME-Impfschutz prüfen.

Hessen

Der Schwerpunkt liegt in Südhessen. Zusätzlich bestehen einzelne Risikogebiete in Mittelhessen.

Thüringen

In Thüringen konzentrieren sich die Risikogebiete besonders auf den südöstlichen Teil des Bundeslandes.

Sachsen

In Sachsen bestehen mehrere FSME-Risikogebiete. Für 2026 ist zusätzlich der Landkreis Nordsachsen neu hinzugekommen.

Sachsen-Anhalt

Im östlichen Sachsen-Anhalt bestehen ausgewiesene Risikogebiete. 2026 wurde außerdem der Stadtkreis Halle (Saale) neu aufgenommen.

Brandenburg

Im südöstlichen Brandenburg bestehen ausgewiesene FSME-Risikogebiete.

Rheinland-Pfalz und Saarland

In beiden Bundesländern gibt es einzelne Risikogebiete. Eine pauschale Einstufung des gesamten Bundeslandes wäre deshalb nicht korrekt.

Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen

Auch in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bestehen einzelne offiziell ausgewiesene Risikogebiete. Das zeigt, dass FSME nicht ausschließlich ein süddeutsches Thema ist.

Weitere Bundesländer

Auch ohne offiziell ausgewiesenes Risikogebiet können Zecken vorkommen und Borrelien übertragen. Einzelne FSME-Erkrankungen können außerdem außerhalb der Risikogebiete auftreten.

Welche FSME-Risikogebiete sind 2026 neu?

Für 2026 hat das Robert Koch-Institut zwei neue Risikogebiete ausgewiesen:

  • Landkreis Nordsachsen in Sachsen,
  • Stadtkreis Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt.

Damit steigt die Gesamtzahl auf 185 ausgewiesene Risikogebiete.

Die Aufnahme eines Kreises bedeutet nicht, dass sich das Virus plötzlich innerhalb eines Jahres im gesamten Kreis verbreitet hat. Die Einstufung basiert auf einer längerfristigen Bewertung gemeldeter Erkrankungsfälle.

Wie oft ändern sich die FSME-Risikogebiete?

Das Robert Koch-Institut überprüft und veröffentlicht die Einstufung in der Regel jährlich.

Veränderungen können entstehen, wenn:

  • in einem Kreis über mehrere Jahre ausreichend viele Erkrankungsfälle gemeldet werden,
  • sich regionale Infektionsschwerpunkte verändern,
  • neue Meldedaten vorliegen,
  • oder angrenzende Kreisregionen gemeinsam bewertet werden.

Eine einmal veröffentlichte Liste sollte deshalb nicht über mehrere Jahre unverändert übernommen werden.

Wie wird ein Landkreis zum FSME-Risikogebiet?

Die Einstufung erfolgt nicht aufgrund einzelner Zeckenfunde. Grundlage sind die gemeldeten FSME-Erkrankungen und deren wahrscheinlicher Infektionsort.

Das RKI betrachtet dabei die Erkrankungszahlen eines Kreises beziehungsweise einer Kreisregion über mehrere Jahre.

Vereinfacht gesagt wird geprüft, ob die Zahl der Erkrankungen im Verhältnis zur Bevölkerung einen festgelegten Schwellenwert überschreitet.

Berücksichtigt werden unter anderem:

  • gemeldete FSME-Erkrankungen,
  • wahrscheinlicher Infektionsort,
  • Bevölkerungszahl,
  • mehrjährige Beobachtungszeiträume,
  • und angrenzende Kreisregionen.

Die Einstufung beschreibt damit ein statistisch erhöhtes Erkrankungsrisiko und keine vollständige Kartierung jeder infizierten Zecke.

Was bedeutet die Einstufung als FSME-Risikogebiet?

Ein Risikogebiet ist eine Region, in der ein erhöhtes Risiko für eine durch Zecken übertragene FSME-Infektion besteht.

Die Einstufung bedeutet jedoch nicht:

  • dass jede Zecke dort FSME-Viren trägt,
  • dass jeder Zeckenstich zu einer Infektion führt,
  • dass jede infizierte Person erkrankt,
  • dass der gesamte Landkreis gleich stark betroffen ist,
  • dass außerhalb der Kreisgrenze kein Risiko besteht,
  • oder dass dort auch das Borreliose-Risiko automatisch höher ist.

Die Einstufung ist vor allem für die Impfberatung und die regionale Risikoeinschätzung wichtig.

Ist der gesamte Landkreis gleich gefährlich?

Nein. Das tatsächliche Vorkommen infizierter Zecken kann innerhalb eines Landkreises kleinräumig unterschiedlich sein.

Zecken und ihre Wirte sind nicht gleichmäßig verteilt. Unterschiede entstehen beispielsweise durch:

  • Vegetation,
  • Feuchtigkeit,
  • Höhenlage,
  • Wildtierbestand,
  • klimatische Bedingungen,
  • und Nutzung der Landschaft.

Ein Stadtpark, Garten oder Waldrand kann deshalb ein anderes lokales Risiko besitzen als eine trockene offene Fläche im selben Kreis.

Kann FSME außerhalb eines Risikogebiets auftreten?

Ja. Einzelne FSME-Infektionen können auch außerhalb offiziell ausgewiesener Risikogebiete auftreten.

Mögliche Gründe sind:

  • ein lokaler Infektionsherd ist statistisch noch nicht ausreichend erfasst,
  • die Erkrankung wurde während einer Reise erworben,
  • der genaue Infektionsort lässt sich nicht sicher bestimmen,
  • oder infizierte Zecken kommen kleinräumig außerhalb der bekannten Schwerpunkte vor.

Ein nicht als Risikogebiet eingestufter Kreis ist daher keine Garantie für ein vollständig ausgeschlossenes FSME-Risiko.

Gibt es Zecken außerhalb der FSME-Risikogebiete?

Ja. Zecken kommen grundsätzlich in ganz Deutschland vor.

Die FSME-Karte zeigt nicht die allgemeine Verbreitung von Zecken, sondern Regionen mit einem statistisch erhöhten FSME-Erkrankungsrisiko.

Auch außerhalb der ausgewiesenen Gebiete können Zecken:

  • Menschen und Tiere stechen,
  • Borrelien übertragen,
  • lokale Hautreaktionen verursachen,
  • und andere seltenere Krankheitserreger tragen.

Was ist der Unterschied zwischen FSME-Risikogebiet und Borreliose-Risiko?

FSME und Borreliose werden beide durch Zecken übertragen, unterscheiden sich aber grundlegend.

Für Borreliose gibt es keine vergleichbare offizielle Karte klar abgegrenzter deutscher Risikogebiete.

Ein Gebiet ohne FSME-Einstufung ist deshalb nicht frei von Borreliose.

Warum schützt frühes Entfernen besser vor Borreliose als vor FSME?

Borrelien befinden sich überwiegend im Darm der Zecke und werden häufig nicht sofort zu Beginn des Saugvorgangs übertragen. Eine möglichst frühe Entfernung kann deshalb das Borreliose-Risiko reduzieren.

FSME-Viren befinden sich dagegen im Speichel infizierter Zecken und können bereits früh während des Stichs übertragen werden.

Eine schnelle Entfernung bleibt trotzdem immer wichtig, ersetzt bei entsprechendem Risiko aber nicht die FSME-Impfung.

Für wen wird die FSME-Impfung empfohlen?

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die FSME-Impfung insbesondere für Menschen, die in einem Risikogebiet wohnen oder sich dort aufhalten und durch Freizeit oder Beruf Zecken ausgesetzt sein können.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Menschen, die häufig wandern oder campen,
  • Gartenbesitzer und Personen mit regelmäßiger Gartenarbeit,
  • Waldarbeiter, Förster und Beschäftigte in der Landwirtschaft,
  • Jäger,
  • Menschen mit Hunden, die häufig in Wald und Wiesen unterwegs sind,
  • Kinder, die regelmäßig draußen spielen,
  • und Reisende in deutsche oder ausländische Risikogebiete.

Entscheidend ist nicht allein der Wohnort, sondern die tatsächliche Wahrscheinlichkeit eines Zeckenkontakts.

Brauche ich eine FSME-Impfung, wenn ich nur kurz im Risikogebiet bin?

Das hängt von der Art des Aufenthalts ab.

Ein kurzer Aufenthalt ausschließlich in Innenräumen ist anders zu bewerten als:

  • eine Wanderreise,
  • Camping,
  • Gartenarbeit,
  • Mountainbiking,
  • Aufenthalt auf Wiesen,
  • berufliche Arbeit im Freien,
  • oder Urlaub mit Hund.

Bei einer bevorstehenden Reise sollte der Impfstatus möglichst frühzeitig ärztlich geprüft werden.

Wie funktioniert die FSME-Impfung?

Für einen regulären Grundschutz sind mehrere Impfungen erforderlich. Die genauen Zeitabstände hängen vom verwendeten Impfstoff und vom Alter ab.

Nach abgeschlossener Grundimmunisierung sind in bestimmten Abständen Auffrischimpfungen notwendig.

Bei kurzfristig geplanten Reisen können je nach Impfstoff beschleunigte Impfschemata möglich sein. Diese Entscheidung gehört in eine ärztliche Impfberatung.

Wer übernimmt die Kosten der FSME-Impfung?

Bei einer von der STIKO empfohlenen Impfung für Menschen, die in einem deutschen Risikogebiet leben oder sich dort aufhalten, werden die Kosten in der Regel von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Bei privaten Reisen ins Ausland hängt die Kostenübernahme von der jeweiligen Krankenkasse und dem Versicherungsvertrag ab.

Die konkrete Erstattung sollte vor der Impfung bei der Krankenkasse geprüft werden.

Schützt die FSME-Impfung vollständig vor Zecken?

Nein. Die Impfung verhindert weder den Zeckenstich noch das Festsetzen einer Zecke.

Sie schützt außerdem nicht vor:

  • Borreliose,
  • Anaplasmose,
  • anderen seltenen zeckenübertragenen Erkrankungen,
  • oder einer lokalen Entzündung der Stichstelle.

Auch geimpfte Menschen sollten sich schützen, nach Zecken absuchen und festgesogene Zecken möglichst zeitnah entfernen.

FSME-Impfung bei Kindern

Für Kinder stehen zugelassene FSME-Impfstoffe zur Verfügung. Kinderimpfstoffe können grundsätzlich ab dem ersten Geburtstag eingesetzt werden.

Ob eine Impfung sinnvoll ist, hängt besonders davon ab, ob das Kind:

  • in einem FSME-Risikogebiet lebt,
  • dort regelmäßig draußen spielt,
  • häufig Wald, Wiesen oder Gärten besucht,
  • in ein Risikogebiet reist,
  • oder ein erhöhtes individuelles Zeckenkontaktrisiko hat.

Die Entscheidung sollte mit der Kinderarztpraxis besprochen werden. Dabei können Alter, Aufenthaltsdauer, Exposition und mögliche Impfreaktionen berücksichtigt werden.

Verläuft FSME bei Kindern immer mild?

Kinder haben häufiger mildere Krankheitsverläufe als Erwachsene. Schwere Verläufe sind aber auch bei Kindern möglich.

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko schwerer neurologischer Verläufe. Die individuelle Impfentscheidung sollte deshalb nicht allein mit der Annahme getroffen werden, FSME sei bei Kindern grundsätzlich harmlos.

FSME-Risikogebiete außerhalb Deutschlands

FSME kommt auch in anderen Teilen Europas und Asiens vor. Das Risiko kann regional sehr unterschiedlich sein.

Relevante Reiseziele können unter anderem in folgenden Regionen liegen:

  • Österreich,
  • Schweiz,
  • Tschechien,
  • Slowakei,
  • Slowenien,
  • Baltikum,
  • Skandinavien,
  • Polen,
  • Ungarn,
  • Kroatien,
  • und Teilen Osteuropas und Asiens.

Die Risikogebiete im Ausland können sich ebenfalls verändern. Vor einer Reise sollte deshalb eine aktuelle reisemedizinische Beratung erfolgen.

Welche Reisen erhöhen das Zeckenrisiko?

Nicht das Land allein ist entscheidend, sondern das Verhalten während der Reise.

Ein erhöhtes Risiko kann bestehen bei:

  • Wanderurlaub,
  • Camping,
  • Jagd,
  • Angeln,
  • Mountainbiking,
  • Forst- oder Feldarbeit,
  • Aufenthalten auf Wiesen und an Waldrändern,
  • und Reisen mit Hund in naturnahe Gebiete.

Städtereisen mit überwiegendem Aufenthalt in Gebäuden haben normalerweise ein anderes Risiko als mehrtägige Outdoor-Reisen.

Kann FSME durch Lebensmittel übertragen werden?

In seltenen Fällen kann das FSME-Virus auch durch den Verzehr nicht pasteurisierter Milch oder daraus hergestellter Rohmilchprodukte infizierter Tiere übertragen werden.

Beschrieben wurden solche Übertragungen insbesondere im Zusammenhang mit Rohmilch von Ziegen, Schafen oder Kühen.

Pasteurisierte Milch und entsprechend erhitzte Produkte sind davon nicht in gleicher Weise betroffen.

Zeckenstich im FSME-Risikogebiet: Was tun?

Ein Zeckenstich in einem Risikogebiet bedeutet nicht automatisch, dass eine FSME-Infektion stattgefunden hat.

Gehe folgendermaßen vor:

  1. Entferne die Zecke möglichst zeitnah mit einer feinen Pinzette oder einem geeigneten Werkzeug.
  2. Greife sie möglichst nah an der Haut.
  3. Verwende kein Öl, keinen Klebstoff, Nagellack oder Alkohol.
  4. Reinige anschließend Haut, Hände und Werkzeug.
  5. Notiere Datum, Körperstelle und Aufenthaltsort.
  6. Fotografiere die Einstichstelle für eine spätere Verlaufskontrolle.
  7. Beobachte deinen Allgemeinzustand in den folgenden Tagen und Wochen.
  8. Hole bei auffälligen Beschwerden medizinischen Rat ein.

Musst du nach jedem Stich im Risikogebiet zum Arzt?

Nein. Wurde die Zecke problemlos entfernt und bestehen keine Beschwerden, ist normalerweise kein sofortiger Arztbesuch erforderlich.

Medizinischer Rat ist wichtig, wenn anschließend Beschwerden auftreten, beispielsweise:

  • Fieber,
  • starke Abgeschlagenheit,
  • Kopf- und Gliederschmerzen,
  • Übelkeit oder Erbrechen,
  • Schwindel,
  • Nackensteifigkeit,
  • Lähmungserscheinungen,
  • Krampfanfälle,
  • Bewusstseinsveränderungen,
  • oder andere neurologische Auffälligkeiten.

Informiere die Arztpraxis darüber, wann und wo der Zeckenstich wahrscheinlich stattgefunden hat.

Kann nach einem Zeckenstich noch gegen FSME geimpft werden?

Eine Impfung nach einem bereits erfolgten Zeckenstich verhindert die mögliche Infektion durch genau diesen Stich nicht zuverlässig.

Sie kann jedoch für zukünftige Zeckenkontakte sinnvoll sein. Das weitere Vorgehen sollte individuell mit einer Arztpraxis besprochen werden.

Ist ein Bluttest nach einem Zeckenstich sinnvoll?

Ein routinemäßiger Bluttest direkt nach jedem Zeckenstich ist normalerweise nicht vorgesehen.

Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt von Beschwerden, zeitlichem Verlauf, Impfstatus und ärztlichem Befund ab.

Ein Test der entfernten Zecke zeigt außerdem nicht sicher, ob tatsächlich eine Übertragung auf den Menschen stattgefunden hat.

So sollte die Seite jährlich aktualisiert werden

Da diese Seite ein stark zeitabhängiges Thema behandelt, sollte sie fest in einen jährlichen Aktualisierungsplan aufgenommen werden.

  1. Im Februar oder März das neue Epidemiologische Bulletin des RKI prüfen.
  2. Gesamtzahl der Risikogebiete aktualisieren.
  3. Neue Land- und Stadtkreise ergänzen.
  4. Entfallene oder geänderte Einstufungen prüfen.
  5. Jahreszahl in H1, SEO-Titel und Einleitung anpassen.
  6. RKI-Kartenlink kontrollieren.
  7. Quellenstand und Änderungsdatum sichtbar aktualisieren.
  8. Interne Links von FSME-, Deutschland- und Schutzseiten überprüfen.

Eine sichtbare Angabe wie „Zuletzt fachlich geprüft: Februar 2026“ stärkt bei diesem medizinischen und aktuellen Thema Vertrauen und EEAT.

Häufige Irrtümer über FSME-Risikogebiete

Außerhalb eines Risikogebiets gibt es keine Zecken

Zecken kommen deutschlandweit vor. Die Einstufung betrifft nur das regionale FSME-Erkrankungsrisiko.

Jede Zecke im Risikogebiet trägt FSME

Nur ein Teil der Zecken trägt das Virus. Ein Zeckenstich führt nicht automatisch zu einer Infektion.

Die Kreisgrenze ist eine biologische Grenze

Zecken, Wildtiere und natürliche Lebensräume richten sich nicht nach Verwaltungsgrenzen.

FSME kommt nur in Bayern und Baden-Württemberg vor

Auch in mehreren anderen Bundesländern bestehen offiziell ausgewiesene Risikogebiete.

Die FSME-Impfung schützt auch vor Borreliose

Die Impfung schützt ausschließlich vor FSME und nicht vor Borrelien oder Zeckenstichen.

Nach der Impfung muss man sich nicht mehr absuchen

Absuchen und frühes Entfernen bleiben wichtig, weil Zecken weitere Krankheitserreger übertragen können.

Eine alte Karte reicht dauerhaft aus

Die Risikogebiete werden regelmäßig aktualisiert und sollten jedes Jahr neu geprüft werden.

Häufige Fragen zu den FSME-Risikogebieten 2026

Wie viele FSME-Risikogebiete gibt es 2026?

Das Robert Koch-Institut weist 2026 insgesamt 185 Stadt- und Landkreise als FSME-Risikogebiete aus.

Welche Risikogebiete sind 2026 neu hinzugekommen?

Neu ausgewiesen wurden der Landkreis Nordsachsen und der Stadtkreis Halle (Saale).

Wo liegen die meisten FSME-Risikogebiete?

Die meisten Risikogebiete liegen in Bayern und Baden-Württemberg. Weitere Schwerpunkte bestehen unter anderem in Südhessen, Sachsen und im südöstlichen Thüringen.

Ist ganz Bayern ein FSME-Risikogebiet?

Ein sehr großer Teil Bayerns ist als Risikogebiet eingestuft. Für die genaue Prüfung eines einzelnen Kreises sollte die aktuelle RKI-Karte verwendet werden.

Gibt es FSME-Risikogebiete in Norddeutschland?

Ja. Auch in Niedersachsen besteht mindestens ein ausgewiesenes Risikogebiet. Zudem sind einzelne Infektionen außerhalb offiziell eingestufter Gebiete möglich.

Gibt es Zecken außerhalb der Risikogebiete?

Ja. Zecken kommen in ganz Deutschland vor und können überall Borrelien übertragen.

Ist jede Zecke im Risikogebiet mit FSME infiziert?

Nein. Nur ein Teil der Zecken trägt das FSME-Virus. Ein Stich bedeutet nicht automatisch eine Infektion oder Erkrankung.

Wer sollte sich gegen FSME impfen lassen?

Die Impfung wird besonders für Menschen empfohlen, die in einem Risikogebiet wohnen oder sich dort aufhalten und Zecken ausgesetzt sein können.

Schützt die Impfung auch gegen Borreliose?

Nein. Die FSME-Impfung schützt nicht vor Borreliose und verhindert keinen Zeckenstich.

Muss ich nach einem Zeckenstich im Risikogebiet zum Arzt?

Ohne Beschwerden ist normalerweise kein sofortiger Arztbesuch notwendig. Bei Fieber, starken Kopf- oder Gliederschmerzen, Nackensteifigkeit oder neurologischen Beschwerden sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

Wie aktuell ist die Karte auf dieser Seite?

Die Angaben beruhen auf der RKI-Einstufung mit Stand 15. Januar 2026. Vor einer Reise oder Impfentscheidung sollte zusätzlich die aktuelle RKI-Karte geprüft werden.

Weitere wichtige Informationen zu FSME und Zecken

Qualität und Quellen

Die Angaben zu den Risikogebieten und zur regionalen Verteilung beruhen auf den Veröffentlichungen des Robert Koch-Instituts mit Stand Januar 2026.

Zuletzt fachlich geprüft: Juli 2026

Datenstand der Risikogebiete: 15. Januar 2026

Mehr über unsere Arbeitsweise und Quellenwahl erfährst du unter Quellen & Methodik.