Symptome, Verlauf, Impfung und Risikogebiete
FSME: Symptome, Impfung und Schutz vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis
FSME ist eine durch Viren verursachte Infektionskrankheit, die hauptsächlich durch Zecken übertragen wird. Die meisten Infektionen verursachen keine erkennbaren Beschwerden. In seltenen Fällen können jedoch Gehirn, Hirnhäute oder Rückenmark betroffen sein.
Hier erfährst du, wie FSME übertragen wird, welche Symptome möglich sind, für wen eine Impfung empfohlen wird und welche Bedeutung ausgewiesene FSME-Risikogebiete haben.
Was ist FSME?
FSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Die Erkrankung wird durch das FSME-Virus verursacht und hauptsächlich durch den Stich infizierter Zecken auf Menschen übertragen.
Der Name „Frühsommer-Meningoenzephalitis“ ist etwas irreführend. Eine Infektion kann nicht nur im Frühsommer auftreten. Zecken können bei geeigneter Witterung vom Frühjahr bis weit in den Herbst aktiv sein.
FSME kann das zentrale Nervensystem betreffen. Dazu gehören:
- das Gehirn,
- die Hirnhäute,
- und das Rückenmark.
Die meisten Menschen, die sich mit dem FSME-Virus infizieren, entwickeln keine erkennbaren Krankheitssymptome. Treten Beschwerden auf, kann die Erkrankung unterschiedlich schwer verlaufen.
Wie wird FSME übertragen?
Das FSME-Virus wird in Deutschland vor allem durch den Stich einer infizierten Zecke übertragen. Die Viren können sich in den Speicheldrüsen der Zecke befinden und deshalb bereits früh während des Saugvorgangs in die Haut gelangen.
Das unterscheidet FSME von Borreliose. Borrelien befinden sich überwiegend im Darm der Zecke, weshalb deren Übertragung häufig erst mit zunehmender Saugdauer wahrscheinlicher wird.
Überträgt jede Zecke FSME?
Nein. Nur ein kleiner Teil der Zecken trägt das FSME-Virus. Außerdem führt auch der Stich einer infizierten Zecke nicht automatisch zu einer Erkrankung.
Das persönliche Risiko hängt unter anderem ab von:
- der Region,
- dem Vorkommen infizierter Zecken,
- der Häufigkeit von Aufenthalten im Freien,
- dem persönlichen Verhalten,
- und dem bestehenden Impfschutz.
Kann FSME von Mensch zu Mensch übertragen werden?
Im normalen Alltag wird FSME nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Erkrankte Personen sind für ihre Umgebung daher normalerweise nicht ansteckend.
Kann FSME durch Lebensmittel übertragen werden?
In seltenen Fällen kann das FSME-Virus über nicht pasteurisierte Milch oder daraus hergestellte Rohmilchprodukte infizierter Tiere übertragen werden.
In Deutschland ist dieser Übertragungsweg selten. Beim Verzehr unpasteurisierter Milchprodukte in Regionen mit FSME-Vorkommen kann er jedoch grundsätzlich eine Rolle spielen.
Wie schnell kann FSME nach einem Zeckenstich übertragen werden?
Da das FSME-Virus in den Speicheldrüsen einer infizierten Zecke vorhanden sein kann, ist eine Übertragung bereits kurze Zeit nach Beginn des Saugvorgangs möglich.
Eine frühzeitige Entfernung der Zecke bleibt trotzdem wichtig. Sie kann das Risiko anderer durch Zecken übertragener Erkrankungen verringern und verhindert, dass die Zecke weiter Blut saugt.
Welche Symptome kann FSME verursachen?
Die meisten Infektionen mit dem FSME-Virus verlaufen ohne erkennbare Beschwerden. Nur ein Teil der infizierten Menschen entwickelt Krankheitssymptome.
Bei symptomatischen Verläufen kann die Erkrankung in zwei Phasen auftreten. Nicht jeder Erkrankte durchläuft beide Phasen.
Erste Krankheitsphase
Nach einer Inkubationszeit von meist etwa einer bis zwei Wochen können zunächst unspezifische, grippeähnliche Beschwerden auftreten.
Dazu gehören beispielsweise:
- Fieber,
- Kopfschmerzen,
- Muskel- und Gliederschmerzen,
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit,
- allgemeines Krankheitsgefühl,
- gelegentlich Übelkeit oder Appetitlosigkeit.
Diese Beschwerden können nach einigen Tagen wieder abklingen. Bei vielen Erkrankten ist die Infektion damit überstanden.
Beschwerdefreies Intervall
Zwischen der ersten und einer möglichen zweiten Krankheitsphase kann eine vorübergehende beschwerdefreie Zeit liegen.
Anschließend kann bei einem Teil der Erkrankten erneut Fieber auftreten. In dieser zweiten Phase kann das zentrale Nervensystem betroffen sein.
Zweite Krankheitsphase
Mögliche Formen einer Beteiligung des Nervensystems sind:
- eine Hirnhautentzündung,
- eine Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten,
- eine Entzündung von Gehirn, Hirnhäuten und Rückenmark,
- oder eine Entzündung von Nervenwurzeln.
Mögliche Beschwerden sind:
- hohes Fieber,
- starke Kopfschmerzen,
- Nackensteifigkeit,
- Übelkeit und Erbrechen,
- Lichtempfindlichkeit,
- Schwindel,
- Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen,
- Bewusstseinsstörungen,
- Krampfanfälle,
- Lähmungserscheinungen.
Solche Beschwerden benötigen eine sofortige medizinische Abklärung.
Wie schwer kann FSME verlaufen?
Der Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich. Viele Infektionen bleiben unbemerkt oder verursachen nur vorübergehende grippeähnliche Beschwerden.
Wenn das zentrale Nervensystem betroffen ist, kann eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erforderlich sein. Ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe besteht insbesondere bei älteren Menschen.
Nach einer schweren FSME können Beschwerden länger anhalten. Dazu können beispielsweise gehören:
- anhaltende Müdigkeit,
- Konzentrationsprobleme,
- Kopfschmerzen,
- Gleichgewichtsstörungen,
- Muskel- oder Nervenschwäche,
- Lähmungen,
- und eine verringerte körperliche Belastbarkeit.
In seltenen Fällen kann FSME lebensbedrohlich verlaufen. Deshalb ist eine persönliche Impfberatung besonders für Menschen mit häufiger Zeckenexposition in Risikogebieten sinnvoll.
FSME bei Kindern
Auch Kinder können sich mit dem FSME-Virus infizieren. Erkrankungen verlaufen bei jüngeren Kindern häufig milder als bei Erwachsenen, schwere Verläufe sind jedoch grundsätzlich möglich.
Bei Kindern können die ersten Beschwerden unspezifisch sein. Dazu gehören Fieber, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen sowie allgemeines Unwohlsein.
Bei hohem Fieber, starker Schläfrigkeit, Nackensteifigkeit, Krampfanfällen, auffälligem Verhalten oder neurologischen Beschwerden sollte unverzüglich ärztliche Hilfe gesucht werden.
Ob eine FSME-Impfung für ein Kind sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Alter, Wohnort, Reiseziel und der Wahrscheinlichkeit von Zeckenkontakten ab. Diese Entscheidung sollte gemeinsam mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt getroffen werden.
Wie wird FSME diagnostiziert?
Eine FSME lässt sich nicht allein anhand eines Zeckenstichs oder unspezifischer grippeähnlicher Beschwerden feststellen.
Ärztinnen und Ärzte berücksichtigen unter anderem:
- die vorhandenen Symptome,
- den zeitlichen Verlauf,
- mögliche Zeckenkontakte,
- Aufenthalte in FSME-Risikogebieten,
- den Impfstatus,
- körperliche und neurologische Untersuchungsbefunde,
- sowie Laboruntersuchungen.
Blutuntersuchung
Bei einem begründeten Verdacht können spezifische Antikörper gegen das FSME-Virus im Blut untersucht werden.
Die Ergebnisse müssen gemeinsam mit den Beschwerden, dem Impfstatus und weiteren Untersuchungsergebnissen beurteilt werden.
Untersuchung des Nervenwassers
Besteht der Verdacht auf eine Entzündung von Gehirn oder Hirnhäuten, kann eine Untersuchung des Nervenwassers notwendig sein. Dafür wird im Rahmen einer Lumbalpunktion eine kleine Menge Liquor entnommen.
Diese Untersuchung erfolgt unter medizinischer Kontrolle und hilft dabei, eine Entzündung des zentralen Nervensystems festzustellen und andere Ursachen abzugrenzen.
Wie wird FSME behandelt?
Es gibt derzeit keine gezielte Behandlung, die das FSME-Virus nach einer Infektion beseitigt.
Die Behandlung richtet sich deshalb nach den auftretenden Beschwerden. Dazu können je nach Verlauf gehören:
- Ruhe und ausreichende Flüssigkeitszufuhr,
- fiebersenkende oder schmerzlindernde Medikamente,
- Überwachung im Krankenhaus,
- Behandlung von Krampfanfällen,
- Unterstützung der Atmung bei schweren Verläufen,
- Physiotherapie und Rehabilitation,
- sowie weitere unterstützende Maßnahmen.
Antibiotika helfen bei FSME nicht, da die Erkrankung durch Viren und nicht durch Bakterien verursacht wird.
Unterschied zwischen FSME und Borreliose
FSME und Borreliose können beide durch Zecken übertragen werden, sind aber zwei unterschiedliche Erkrankungen.
- Erreger: FSME wird durch Viren verursacht, Borreliose durch Bakterien.
- Übertragung: Das FSME-Virus kann früh während des Saugvorgangs übertragen werden. Bei Borreliose steigt das Risiko normalerweise mit zunehmender Saugdauer.
- Impfung: Gegen FSME gibt es eine Schutzimpfung. Gegen Borreliose steht für Menschen derzeit keine allgemein verfügbare Impfung zur Verfügung.
- Behandlung: Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden. Gegen das FSME-Virus gibt es keine spezifische ursächliche Therapie.
- Verbreitung: Das FSME-Risiko ist regional konzentriert. Borreliose kann auch außerhalb ausgewiesener FSME-Risikogebiete übertragen werden.
- Wanderröte: Eine Wanderröte kann auf Borreliose hinweisen. Sie ist kein typisches Zeichen einer FSME.
FSME-Impfung: Wer sollte sich impfen lassen?
Die FSME-Impfung ist der wichtigste spezifische Schutz vor einer Erkrankung. Sie verhindert jedoch keine Zeckenstiche und schützt nicht vor Borreliose oder anderen durch Zecken übertragenen Erregern.
Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung insbesondere für Menschen, die:
- in einem ausgewiesenen FSME-Risikogebiet leben,
- sich dort häufig im Freien aufhalten,
- dort durch Freizeit oder Beruf mit Zecken in Kontakt kommen können,
- oder in ein FSME-Gebiet reisen und dort ein relevantes Zeckenrisiko haben.
Typische Aktivitäten mit möglichem Zeckenkontakt sind beispielsweise:
- Wandern,
- Camping,
- Gartenarbeit,
- Spaziergänge mit dem Hund,
- Arbeiten in Wald und Landwirtschaft,
- Joggen oder Spielen in naturnahen Bereichen.
Wie funktioniert die Grundimmunisierung?
Für einen vollständigen Grundschutz sind mehrere Impfungen erforderlich. Die genauen Zeitabstände hängen vom verwendeten Impfstoff, dem Alter und dem gewählten Impfschema ab.
In der Regel werden zunächst zwei Impfungen in einem kürzeren Abstand verabreicht. Eine weitere Impfung vervollständigt die Grundimmunisierung.
Bei einer kurzfristig bevorstehenden Reise kann je nach Impfstoff ein beschleunigtes Impfschema möglich sein. Dazu ist eine rechtzeitige ärztliche Beratung sinnvoll.
Sind Auffrischungsimpfungen notwendig?
Nach einer abgeschlossenen Grundimmunisierung sind je nach Alter, Impfstoff und zeitlichem Abstand Auffrischungsimpfungen vorgesehen.
Der persönliche Impfstatus lässt sich anhand des Impfpasses in einer Arztpraxis oder Apotheke mit entsprechender Impfberatung prüfen.
Ist die Impfung auch für Kinder möglich?
Für Kinder stehen zugelassene FSME-Impfstoffe zur Verfügung. Ob eine Impfung empfohlen wird, richtet sich insbesondere nach dem individuellen Zeckenrisiko und dem Aufenthalt in einem Risikogebiet.
Bei sehr jungen Kindern sollte der Nutzen besonders sorgfältig gemeinsam mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt abgewogen werden.
Welche Impfreaktionen sind möglich?
Nach der Impfung können vorübergehende Impfreaktionen auftreten. Dazu gehören beispielsweise:
- Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle,
- Müdigkeit,
- Kopf- oder Muskelschmerzen,
- allgemeines Unwohlsein,
- oder vorübergehend erhöhte Temperatur.
Schwere unerwünschte Wirkungen sind selten. Persönliche Fragen zu Vorerkrankungen, Allergien, Schwangerschaft oder früheren Impfreaktionen sollten ärztlich geklärt werden.
Was sind FSME-Risikogebiete?
FSME-Risikogebiete sind Regionen, in denen über mehrere Jahre eine erhöhte Zahl örtlich erworbener FSME-Erkrankungen festgestellt wurde. Das Robert Koch-Institut bewertet und veröffentlicht diese Gebiete regelmäßig.
In Deutschland liegen viele Risikogebiete vor allem im Süden und Südosten. Dazu gehören große Teile Bayerns und Baden-Württembergs sowie weitere Kreise in mehreren Bundesländern.
Die genaue Liste kann sich von Jahr zu Jahr ändern. Deshalb sollte für Reise- und Impfentscheidungen immer die aktuell veröffentlichte Karte verwendet werden.
Bedeutet „Risikogebiet“, dass dort jede Zecke FSME trägt?
Nein. Auch in einem ausgewiesenen Risikogebiet trägt nur ein Teil der Zecken das FSME-Virus.
Umgekehrt können einzelne FSME-Infektionen auch außerhalb offiziell ausgewiesener Risikogebiete auftreten. Die Einstufung beschreibt ein erhöhtes regionales Risiko, keine scharfe Grenze für einzelne infizierte Zecken.
Gibt es FSME auch außerhalb Deutschlands?
Ja. FSME kommt in verschiedenen Teilen Europas und Asiens vor. Relevante Gebiete gibt es unter anderem in Österreich, der Schweiz, Tschechien, Süddeutschland, den baltischen Staaten und weiteren Regionen.
Bei Reisen sollte deshalb nicht nur der Wohnort, sondern auch das Reiseziel berücksichtigt werden.
Wann sollte man nach einem Zeckenstich zum Arzt?
Ein Zeckenstich allein erfordert normalerweise keinen sofortigen Arztbesuch. Ärztlicher Rat ist jedoch wichtig, wenn in den folgenden Tagen oder Wochen auffällige Beschwerden auftreten.
Dazu gehören beispielsweise:
- Fieber und starkes Krankheitsgefühl,
- starke oder zunehmende Kopfschmerzen,
- Nackensteifigkeit,
- wiederholtes Erbrechen,
- ausgeprägte Lichtempfindlichkeit,
- Schwindel und Gleichgewichtsstörungen,
- Verwirrtheit oder ungewöhnliche Schläfrigkeit,
- Krampfanfälle,
- Taubheitsgefühle, Muskelschwäche oder Lähmungserscheinungen.
Informiere die behandelnde Person über einen bekannten oder möglichen Zeckenstich. Nenne nach Möglichkeit den Zeitpunkt, den Aufenthaltsort und deinen FSME-Impfstatus.
Wie kann man sich vor FSME schützen?
Der Schutz vor FSME besteht aus zwei wichtigen Bereichen: dem persönlichen Schutz vor Zeckenstichen und der Impfung bei entsprechendem Risiko.
Impfbedarf prüfen
Prüfe vor Aufenthalten in einem FSME-Risikogebiet, ob ein ausreichender Impfschutz besteht. Besonders vor Reisen ist eine rechtzeitige Beratung sinnvoll.
Geschlossene Kleidung tragen
Lange Hosen, geschlossene Schuhe und körperbedeckende Kleidung können Zecken den Zugang zur Haut erschweren.
Helle Kleidung hat den zusätzlichen Vorteil, dass darauf krabbelnde Zecken leichter sichtbar sind.
Zeckenschutzmittel verwenden
Geeignete Repellents können Zecken für eine begrenzte Zeit abwehren. Beachte die vorgesehene Anwendung, die Schutzdauer und mögliche Altersbeschränkungen.
Körper nach Aufenthalten im Freien absuchen
Kontrolliere Haut und Haare gründlich, wenn du dich in Gras, Gebüsch, Wald, Park oder Garten aufgehalten hast.
Typische Stellen sind:
- Kniekehlen,
- Achselhöhlen,
- Leistenbereich,
- Bauch und Bauchnabel,
- Hüfte und Hosenbund,
- Rücken,
- Hals und Haaransatz,
- hinter den Ohren.
Zecken früh entfernen
Entferne eine festgesogene Zecke möglichst zeitnah mit einem geeigneten Werkzeug. Auch wenn dies eine FSME-Übertragung nicht sicher verhindert, bleibt die schnelle Entfernung zum Schutz vor anderen Erregern wichtig.
FSME-RisikogebieteAktuelle regionale Einstufungen und Karten einordnen.
Nach dem Wald absuchenKörper und Kleidung in einer sinnvollen Reihenfolge prüfen.
Zecke richtig entfernenGeeignetes Werkzeug verwenden und typische Fehler vermeiden.
Welcher Ratgeber hilft dir jetzt weiter?
ZeckenschutzZeckenstiche mit Kleidung, Repellents und Kontrolle vermeiden.
ZeckenstichErfahren, was direkt nach einem Zeckenstich zu tun ist.
Zeckenstich: Wann zum Arzt?Warnzeichen erkennen und Beschwerden richtig einordnen.
BorrelioseUnterschiede zu FSME sowie Symptome und Behandlung kennenlernen.
Krankheiten durch ZeckenDie wichtigsten zeckenübertragenen Erkrankungen im Überblick.
Häufige Fragen zu FSME
Was bedeutet FSME?
FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Dabei handelt es sich um eine durch Viren verursachte Erkrankung, die unter anderem Gehirn, Hirnhäute und Rückenmark betreffen kann.
Erkrankt jeder Mensch nach einer FSME-Infektion?
Nein. Die meisten Infektionen verlaufen ohne erkennbare Beschwerden. Nur ein Teil der infizierten Menschen entwickelt Krankheitssymptome.
Welche Symptome sind typisch für FSME?
Zu Beginn können Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Müdigkeit auftreten. Bei einer Beteiligung des Nervensystems sind unter anderem starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Bewusstseinsstörungen, Gleichgewichtsstörungen oder Lähmungen möglich.
Kann FSME sofort durch eine Zecke übertragen werden?
Eine Übertragung kann bereits früh während des Saugvorgangs erfolgen, da sich das Virus in den Speicheldrüsen der Zecke befinden kann. Deshalb schützt eine schnelle Entfernung nicht sicher vor FSME.
Gibt es Medikamente gegen FSME?
Es gibt keine gezielte Behandlung, die das FSME-Virus beseitigt. Behandelt werden die auftretenden Beschwerden und mögliche Komplikationen.
Gibt es eine Impfung gegen FSME?
Ja. Gegen FSME steht eine Schutzimpfung zur Verfügung. Sie wird insbesondere Menschen mit Zeckenexposition in Risikogebieten und bei bestimmten Reisen empfohlen.
Schützt die FSME-Impfung auch vor Borreliose?
Nein. Die Impfung schützt nur vor FSME. Sie verhindert weder Zeckenstiche noch eine Infektion mit Borrelien.
Muss man sich jedes Jahr gegen FSME impfen lassen?
Nein. Nach der Grundimmunisierung sind Auffrischungsimpfungen in größeren Abständen vorgesehen. Der genaue Abstand hängt unter anderem vom Alter, Impfstoff und bisherigen Impfverlauf ab.
Ist die FSME-Impfung für Kinder geeignet?
Für Kinder stehen zugelassene Impfstoffe zur Verfügung. Ob eine Impfung empfohlen wird, hängt insbesondere vom individuellen Zeckenrisiko und dem Aufenthalt in einem FSME-Risikogebiet ab.
Kann FSME auch außerhalb eines Risikogebiets auftreten?
Ja. Einzelne Infektionen können auch außerhalb ausgewiesener Risikogebiete auftreten. In Risikogebieten ist die Wahrscheinlichkeit einer örtlich erworbenen Infektion jedoch erhöht.
Ist FSME von Mensch zu Mensch ansteckend?
Im normalen Alltag wird FSME nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Erkrankte Personen sind daher normalerweise nicht ansteckend.
Wann sollte man nach einem Zeckenstich medizinische Hilfe suchen?
Bei Fieber, starken Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, wiederholtem Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen oder Lähmungserscheinungen sollte unverzüglich medizinische Hilfe gesucht werden.
Weitere Themen rund um FSME
ZeckenschutzZeckenkontakte vermeiden und festgesogene Zecken früh finden.
ZeckenstichEntfernung, Beobachtung und nächste Schritte nach einem Stich.
Zeckenstich: Wann zum Arzt?Beschwerden und Warnzeichen nach einem Zeckenstich erkennen.
BorrelioseUnterschiede zwischen bakterieller Infektion und FSME verstehen.
Krankheiten durch ZeckenBorreliose, FSME und weitere Erkrankungen im Überblick.
Qualität und Quellen
Für die Erstellung und Überprüfung dieser Seite wurden insbesondere Informationen offizieller deutscher Gesundheitsinstitutionen berücksichtigt.
Robert Koch-Institut: Informationen zu FSME ↗
gesund.bund.de: FSME ↗
Robert Koch-Institut: FAQ zur FSME-Impfung ↗
Impfen-info.de: FSME-Impfung für Erwachsene ↗
Impfen-info.de: FSME-Impfung für Kinder ↗
Mehr über unsere Arbeitsweise und Quellenwahl erfährst du unter Quellen & Methodik.