Vorkommen, Aktivität und regionale Risiken verstehen

Zecken in Deutschland: Verbreitung, Arten, Saison und Risikogebiete

Zecken kommen in ganz Deutschland vor. Sie leben nicht nur im Wald, sondern auch auf Wiesen, in Parks, Gärten, Gebüschen und anderen geschützten Bereichen mit bodennaher Vegetation.

Hier erfährst du, wo Zecken in Deutschland verbreitet sind, welche Arten vorkommen, wann sie aktiv werden und warum zwischen allgemeinem Zeckenvorkommen, Borreliose-Risiko und FSME-Risikogebieten unterschieden werden muss.

Zecken in Deutschland: Das Wichtigste in Kürze

  1. Zecken kommen grundsätzlich in allen Teilen Deutschlands vor.
  2. Der Gemeine Holzbock ist die am weitesten verbreitete heimische Schildzeckenart.
  3. Zecken leben nicht nur im Wald, sondern auch in Parks, Gärten, Wiesen und städtischen Grünflächen.
  4. Ihre Aktivität hängt stärker von Temperatur und Feuchtigkeit als vom Kalendermonat ab.
  5. Bei mildem Wetter können Zecken auch im Winter aktiv sein.
  6. Borreliose kann grundsätzlich in ganz Deutschland übertragen werden.
  7. FSME tritt regional gehäuft auf und wird anhand jährlich aktualisierter Risikogebiete dargestellt.
  8. Ein Gebiet ohne FSME-Einstufung ist nicht automatisch frei von Zecken.
  9. Nach Aufenthalten im Freien sollten Körper, Kleidung, Kinder und Haustiere abgesucht werden.

Wo kommen Zecken in Deutschland vor?

Zecken sind in Deutschland weit verbreitet. Grundsätzlich kann es in jedem Bundesland zu einem Zeckenstich kommen.

Für das Vorkommen sind vor allem geeignete Lebensbedingungen entscheidend. Zecken benötigen ausreichend Feuchtigkeit, geschützte Rückzugsorte und Wirte wie Wildtiere, Vögel, kleine Säugetiere, Hunde, Katzen oder Menschen.

Günstige Bedingungen finden sie beispielsweise in:

  • Laub- und Mischwäldern,
  • Waldrändern,
  • hohem Gras,
  • Gebüsch und Hecken,
  • Laubschichten,
  • Wiesen und Brachflächen,
  • Parks,
  • Gärten,
  • Grünstreifen,
  • und feuchten schattigen Bodenbereichen.

Die Anzahl der Zecken kann selbst innerhalb eines kleinen Gebiets stark schwanken. Eine sonnige trockene Fläche kann deutlich weniger geeignet sein als ein wenige Meter entfernter feuchter Heckenrand.

Gibt es zeckenfreie Regionen in Deutschland?

Eine Region ohne bekanntes FSME-Risiko ist nicht automatisch zeckenfrei. Auch in Norddeutschland, an der Küste, in Städten oder in höheren Lagen können Zecken vorkommen.

Das Risiko hängt kleinräumig unter anderem ab von:

  • Temperatur,
  • Luft- und Bodenfeuchtigkeit,
  • Vegetation,
  • Wildtierbestand,
  • Haustieren,
  • und der Nutzung einer Fläche.

Eine pauschale Aussage wie „In dieser Region gibt es keine Zecken“ ist deshalb normalerweise nicht verlässlich.

In welchen Lebensräumen sind Zecken besonders häufig?

Zecken benötigen ein feuchtes Mikroklima. Sie halten sich deshalb bevorzugt in bodennahen und geschützten Bereichen auf.

Wald und Waldrand

Laub- und Mischwälder bieten mit Laubschichten, Schatten und hoher Luftfeuchtigkeit günstige Bedingungen. Besonders Waldränder und Übergänge zu Wiesen werden häufig von Menschen und Tieren genutzt.

Wiesen und hohes Gras

Zecken können auf Grashalmen und niedrigen Pflanzen warten. Sie springen nicht, sondern werden beim Vorbeistreifen abgestreift.

Parks und städtische Grünflächen

Auch Stadtparks, Grünanlagen, Friedhöfe und ungemähte Randbereiche können geeignete Lebensräume sein.

Gärten

Hecken, Bodendecker, Laubhaufen, schattige Rasenränder und Aufenthaltsorte von Wildtieren können Zecken im Garten begünstigen.

Spielplätze

Kurz gemähte und sonnige Spielflächen sind häufig weniger günstig. Direkt angrenzende Hecken, Gebüsche, Laubbereiche oder ungemähte Wiesen können jedoch Zecken enthalten.

In welchen Bundesländern gibt es Zecken?

Zecken kommen in allen deutschen Bundesländern vor. Die Häufigkeit, Artenzusammensetzung und Aktivität unterscheiden sich jedoch regional und kleinräumig.

  • Baden-Württemberg,
  • Bayern,
  • Berlin,
  • Brandenburg,
  • Bremen,
  • Hamburg,
  • Hessen,
  • Mecklenburg-Vorpommern,
  • Niedersachsen,
  • Nordrhein-Westfalen,
  • Rheinland-Pfalz,
  • Saarland,
  • Sachsen,
  • Sachsen-Anhalt,
  • Schleswig-Holstein,
  • und Thüringen.

Diese Aufzählung bedeutet nicht, dass das Risiko überall gleich hoch ist. Selbst innerhalb einer Stadt oder eines Landkreises können geeignete und weniger geeignete Zeckenlebensräume direkt nebeneinanderliegen.

Gibt es mehr Zecken in Süddeutschland?

Süddeutschland wird häufig mit Zecken in Verbindung gebracht, weil dort viele FSME-Risikogebiete liegen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Zecken nur oder grundsätzlich häufiger im Süden vorkommen. Der Gemeine Holzbock ist deutschlandweit verbreitet.

Der wesentliche Unterschied betrifft vor allem das regional unterschiedlich hohe Risiko einer FSME-Übertragung.

Gibt es Zecken in Norddeutschland?

Ja. Auch in Norddeutschland kommen Zecken vor und können Borrelien übertragen.

Geeignete Lebensräume finden sie unter anderem in:

  • Wäldern,
  • Moor- und Heidegebieten,
  • Parks,
  • Gärten,
  • feuchten Wiesen,
  • und Küstengebieten mit geschützter Vegetation.

Dass ein Gebiet nicht als FSME-Risikogebiet eingestuft ist, bedeutet deshalb nicht, dass dort kein Zeckenschutz erforderlich ist.

Gibt es Zecken in Städten?

Ja. Zecken können auch in dicht besiedelten Gebieten vorkommen.

Geeignete städtische Bereiche sind beispielsweise:

  • Parks,
  • Friedhöfe,
  • Grünstreifen,
  • verwilderte Grundstücke,
  • Stadtwälder,
  • Gärten,
  • und Uferbereiche.

Wildtiere wie Mäuse, Igel, Füchse, Rehe und Vögel können zur Verbreitung und zum Erhalt von Zeckenpopulationen beitragen.

Welche Zeckenarten kommen in Deutschland vor?

In Deutschland leben mehrere Zeckenarten. Für Menschen und Haustiere sind vor allem folgende Arten relevant:

Gemeiner Holzbock

Der Gemeine Holzbock ist die am weitesten verbreitete heimische Schildzeckenart. Er befällt Menschen, Hunde, Katzen und zahlreiche Wildtiere.

Wiesenzecke oder Buntzecke

Die früher häufig Auwaldzecke genannte Art ist durch ihren hell-dunkel gemusterten Rückenschild auffälliger. Sie ist besonders für Hunde als möglicher Überträger der Babesiose bedeutsam.

Braune Hundezecke

Diese wärmeliebende Art wird häufig durch Hunde und Reisen eingeschleppt. Unter geeigneten Bedingungen kann sie sich in beheizten Gebäuden vermehren.

Hyalomma-Zecken

Hyalomma-Zecken sind relativ groß, langbeinig und häufig an geringelten Beinen erkennbar. In Deutschland werden bisher vor allem einzelne eingeschleppte oder lokal entwickelte Exemplare gefunden.

Weitere Arten

Zusätzlich kommen unter anderem Igelzecken, Fuchszecken, Schafzecken und spezialisierte Zeckenarten vor.

Welche Zeckenart sticht Menschen in Deutschland am häufigsten?

Die meisten Zeckenstiche bei Menschen gehen auf den Gemeinen Holzbock zurück.

Er ist nicht auf einen einzelnen Wirt spezialisiert und kann Menschen ebenso wie Hunde, Katzen, Wildtiere und Vögel befallen.

Andere Arten können Menschen ebenfalls stechen, sind im Alltag jedoch deutlich seltener verantwortlich.

Welche Zeckenarten sind für Hunde wichtig?

Hunde können in Deutschland von mehreren Arten befallen werden.

  • Gemeiner Holzbock,
  • Wiesenzecke oder Buntzecke,
  • Braune Hundezecke,
  • Igelzecke,
  • Fuchszecke,
  • und nach Reisen weitere Arten.

Die Wiesenzecke ist besonders relevant, weil sie den Erreger der Hundebabesiose übertragen kann.

Welche Zeckenarten sind für Katzen wichtig?

Katzen werden besonders häufig vom Gemeinen Holzbock befallen. Je nach Region und Lebensweise sind auch weitere Arten möglich.

Freigängerkatzen sollten regelmäßig an Kopf, Ohren, Hals, Nacken, Brust und Pfoten abgesucht werden.

Wann sind Zecken in Deutschland aktiv?

Die Aktivität von Zecken richtet sich nicht ausschließlich nach Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Entscheidend sind vor allem:

  • Temperatur,
  • Luftfeuchtigkeit,
  • Bodenfeuchtigkeit,
  • Schneebedeckung,
  • und Vegetation.

Der Gemeine Holzbock kann bereits bei Temperaturen von ungefähr 4 Grad Celsius aktiv werden.

Besonders häufig werden Zecken während milder und feuchter Perioden im Frühjahr und Herbst gefunden.

Wann beginnt die Zeckensaison?

Eine feste bundesweite Startzeit gibt es nicht. Nach einem milden Winter können Zecken bereits sehr früh im Jahr aktiv sein.

In geschützten Bereichen ist selbst im Januar oder Februar ein Zeckenkontakt möglich, wenn die Temperaturen mehrere Tage ausreichend mild sind.

Zeckenschutz sollte sich deshalb an den tatsächlichen Wetterbedingungen und nicht nur am Kalender orientieren.

Wann endet die Zeckensaison?

Auch das Ende der Aktivität lässt sich nicht auf einen festen Monat legen.

Während milder Herbst- und Winterperioden können Zecken weiterhin aktiv bleiben. Erst länger anhaltende niedrige Temperaturen und eine geschlossene Schneedecke reduzieren die Aktivität deutlich.

Sind Zecken im Winter aktiv?

Ja. Bei milden Temperaturen können Zecken auch im Winter aktiv sein.

Ein sonniger milder Tag kann besonders in geschützten Waldrändern, Laubschichten und Gartenbereichen ausreichen, damit Zecken wieder aktiv werden.

Hunde und Katzen können deshalb auch außerhalb der klassischen Sommersaison Zecken mit nach Hause bringen.

Sind Zecken bei großer Hitze aktiv?

Zecken benötigen Feuchtigkeit und sind empfindlich gegenüber Austrocknung.

Bei trockener Hitze ziehen sie sich häufig in:

  • Laubschichten,
  • Bodenbereiche,
  • schattige Hecken,
  • dichte Vegetation,
  • und feuchte Rückzugsorte zurück.

Das Risiko verschwindet bei Hitze nicht vollständig. In feuchten und schattigen Bereichen können weiterhin Zecken vorkommen.

Wie beeinflusst der Klimawandel Zecken in Deutschland?

Steigende Durchschnittstemperaturen und kürzere milde Winter können die Aktivitätsperiode von Zecken verlängern.

Mögliche Auswirkungen sind:

  • frühere Aktivität im Jahr,
  • spätere Aktivität im Herbst,
  • Zeckenfunde während milder Winterperioden,
  • Ausbreitung in höhere Lagen,
  • Veränderungen regionaler Zeckenpopulationen,
  • und günstigere Bedingungen für eingeschleppte Arten.

Der Klimawandel bedeutet nicht automatisch, dass jedes Jahr überall mehr Zecken vorkommen. Sehr trockene Hitzeperioden können Zecken lokal auch belasten.

Langfristig können sich Aktivitätszeiten, Verbreitung und Artenzusammensetzung jedoch verändern.

Breiten sich neue Zeckenarten in Deutschland aus?

Einige ursprünglich wärmeliebende Arten werden in Deutschland häufiger beobachtet oder eingeschleppt.

Dazu gehören insbesondere:

  • Wiesenzecken, deren Verbreitung deutlich zugenommen hat,
  • Braune Hundezecken nach Reisen,
  • und einzelne Hyalomma-Zecken.

Ob eine eingeschleppte Art dauerhaft Populationen aufbauen kann, hängt von Klima, Wirten und geeigneten Lebensräumen ab.

Wo besteht in Deutschland ein Borreliose-Risiko?

Borrelien können grundsätzlich in ganz Deutschland durch Zecken übertragen werden.

Anders als bei FSME gibt es deshalb keine einfache Aufteilung Deutschlands in borreliosefreie Gebiete und klar abgegrenzte Borreliose-Risikogebiete.

Der Anteil infizierter Zecken kann regional und kleinräumig unterschiedlich sein.

Für den Alltag gilt deshalb:

  • Zeckenstiche überall möglichst vermeiden.
  • Den Körper nach Aufenthalten draußen absuchen.
  • Festgesogene Zecken möglichst zeitnah entfernen.
  • Die Einstichstelle und den Allgemeinzustand beobachten.
  • Eine sich ausbreitende Rötung ärztlich beurteilen lassen.

Ist jede Zecke in Deutschland mit Borrelien infiziert?

Nein. Nicht jede Zecke trägt Borrelien.

Der Anteil infizierter Zecken kann abhängig von Region, Entwicklungsstadium und untersuchtem Gebiet deutlich schwanken.

Auch der Stich einer infizierten Zecke führt nicht automatisch zu einer Erkrankung.

Da sich einer Zecke nicht ansehen lässt, ob sie Erreger trägt, sollte sie immer möglichst zeitnah und korrekt entfernt werden.

Wo liegen die FSME-Risikogebiete in Deutschland?

FSME tritt in Deutschland regional gehäuft auf. Das Robert Koch-Institut veröffentlicht jährlich eine aktualisierte Karte der offiziell ausgewiesenen Risikogebiete.

Die Schwerpunkte liegen vor allem in:

  • Bayern,
  • Baden-Württemberg,
  • Südhessen,
  • südöstlichem Thüringen,
  • Sachsen,
  • und einzelnen Gebieten weiterer Bundesländer.

Die genaue Liste kann sich von Jahr zu Jahr verändern. Für aktuelle Angaben sollte deshalb immer die jeweils neueste RKI-Karte verwendet werden.

Was bedeutet die Einstufung als FSME-Risikogebiet?

Die Einstufung basiert auf den über mehrere Jahre gemeldeten FSME-Erkrankungen in einem Landkreis oder einer Kreisregion.

Sie bedeutet nicht:

  • dass jede Zecke dort FSME-Viren trägt,
  • dass jeder Zeckenstich zu FSME führt,
  • dass außerhalb der Risikogebiete keine FSME auftreten kann,
  • oder dass Borreliose nur in diesen Gebieten vorkommt.

Die Karte dient vor allem dazu, Regionen mit einem erhöhten FSME-Risiko zu erkennen und Impfempfehlungen besser einzuordnen.

Gibt es FSME auch außerhalb ausgewiesener Risikogebiete?

Ja. Einzelne FSME-Infektionen können auch außerhalb offiziell ausgewiesener Risikogebiete auftreten.

Die Einstufung zeigt ein regional erhöhtes Risiko, ist aber keine harte Grenze für einzelne infizierte Zecken oder Erkrankungsfälle.

Bei grippeähnlichen oder neurologischen Beschwerden nach einem Zeckenstich sollte deshalb unabhängig vom Wohnort medizinischer Rat eingeholt werden.

Ist eine FSME-Impfung in Deutschland sinnvoll?

Die FSME-Impfung wird insbesondere für Menschen empfohlen, die in einem Risikogebiet wohnen oder sich dort aufhalten und durch Freizeit oder Beruf Zecken ausgesetzt sein können.

Auch bei Reisen in Risikogebiete kann eine Impfung sinnvoll sein.

Die individuelle Entscheidung hängt unter anderem ab von:

  • Wohnort,
  • Reiseziel,
  • Häufigkeit von Aufenthalten im Freien,
  • beruflicher Exposition,
  • Alter,
  • Vorerkrankungen,
  • und bestehendem Impfstatus.

Die Impfung schützt nicht vor Zeckenstichen oder Borreliose.

Wie schützt du dich in Deutschland vor Zecken?

Da Zecken deutschlandweit vorkommen, sind Schutzmaßnahmen grundsätzlich überall sinnvoll, wo Kontakt mit Gras, Gebüsch, Laub oder bodennaher Vegetation besteht.

  • Auf befestigten Wegen oder kurz gemähten Flächen bleiben.
  • Hohes Gras und dichtes Gebüsch möglichst meiden.
  • Lange, helle Kleidung tragen.
  • Hosenbeine in die Socken stecken.
  • Geschlossene Schuhe verwenden.
  • Geeignete Repellents nach Herstellerangaben nutzen.
  • Kleidung während und nach dem Aufenthalt kontrollieren.
  • Den gesamten Körper gründlich absuchen.
  • Bei Kindern Kopf, Haaransatz und Ohren besonders prüfen.
  • Hunde und Katzen ebenfalls absuchen.

Welche Körperstellen solltest du besonders kontrollieren?

Eine Zecke kann grundsätzlich an jeder erreichbaren Hautstelle sitzen. Häufig sucht sie jedoch warme, geschützte und dünnhäutige Bereiche.

  • Kopfhaut und Haaransatz,
  • an und hinter den Ohren,
  • Nacken,
  • Achselhöhlen,
  • Ellenbeugen,
  • Bauchnabel,
  • Hosenbund,
  • Leistenbereich,
  • Gesäßfalte,
  • Kniekehlen,
  • Knöchel,
  • und Zwischenzehenräume.

Was tun nach einem Zeckenstich in Deutschland?

Eine festgesogene Zecke sollte möglichst zeitnah entfernt werden.

  1. Eine feine Pinzette oder ein geeignetes Zeckenwerkzeug verwenden.
  2. Die Zecke möglichst dicht an der Haut greifen.
  3. Den Hinterleib nicht unnötig quetschen.
  4. Langsam und kontrolliert herausziehen.
  5. Kein Öl, keinen Klebstoff, Nagellack oder Alkohol verwenden.
  6. Hautstelle, Hände und Werkzeug anschließend reinigen.
  7. Datum und Körperstelle notieren.
  8. Die Hautstelle und den Allgemeinzustand in den folgenden Wochen beobachten.

Wann solltest du nach einem Zeckenstich zum Arzt?

Eine problemlos entfernte Zecke erfordert ohne Beschwerden nicht automatisch einen Arztbesuch.

Medizinischer Rat ist jedoch wichtig bei:

  • einer sich ausbreitenden oder ringförmigen Rötung,
  • Fieber,
  • starker Abgeschlagenheit,
  • Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen,
  • Nackensteifigkeit,
  • neurologischen Beschwerden,
  • Gesichtslähmung,
  • einer stark entzündeten Einstichstelle,
  • oder Problemen bei der Entfernung.

Häufige Irrtümer über Zecken in Deutschland

Zecken gibt es nur in Süddeutschland

Zecken kommen in allen deutschen Bundesländern vor. Die südliche Konzentration betrifft vor allem viele FSME-Risikogebiete.

Außerhalb eines FSME-Risikogebiets besteht keine Gefahr

Auch außerhalb dieser Gebiete können Zecken stechen und Borrelien übertragen.

In Städten gibt es keine Zecken

Parks, Gärten, Grünstreifen und Stadtwälder können geeignete Lebensräume sein.

Zecken sind nur im Sommer aktiv

Bei milden Temperaturen können Zecken auch im Winter aktiv werden.

Zecken fallen von Bäumen

Sie sitzen überwiegend in Bodennähe, Gras, Gebüsch und niedriger Vegetation.

Eine FSME-Impfung schützt vor allen Zeckenkrankheiten

Die Impfung schützt vor FSME, aber nicht vor Borreliose oder einem Zeckenstich.

Norddeutschland ist zeckenfrei

Auch im Norden kommen Zecken und Borrelien vor.

Häufige Fragen zu Zecken in Deutschland

Wo gibt es in Deutschland Zecken?

Zecken kommen in allen Bundesländern vor. Besonders geeignete Lebensräume sind Wälder, Waldränder, hohes Gras, Gebüsch, Parks, Gärten und feuchte Grünflächen.

Gibt es Zecken auch in Norddeutschland?

Ja. Zecken und Borrelien kommen auch in Norddeutschland vor. Die FSME-Risikogebiete konzentrieren sich jedoch stärker auf bestimmte Regionen.

Gibt es Zecken in Städten?

Ja. Stadtparks, Gärten, Friedhöfe, Grünstreifen und verwilderte Flächen können geeignete Lebensräume bieten.

Welche Zeckenart ist in Deutschland am häufigsten?

Der Gemeine Holzbock ist die am weitesten verbreitete heimische Schildzeckenart.

Wann sind Zecken in Deutschland aktiv?

Zecken können bei geeigneten Temperaturen und ausreichender Feuchtigkeit fast ganzjährig aktiv sein. Besonders häufig werden sie im Frühjahr und Herbst gefunden.

Sind Zecken im Winter aktiv?

Bei mildem Wetter können Zecken auch im Winter aktiv werden. Das gilt besonders für geschützte und feuchte Bereiche.

Wo besteht ein Borreliose-Risiko?

Borreliose kann grundsätzlich in ganz Deutschland durch Zecken übertragen werden.

Wo liegen die FSME-Risikogebiete?

Die Schwerpunkte liegen vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen, dem südöstlichen Thüringen und Sachsen. Die aktuelle Liste wird jährlich vom RKI veröffentlicht.

Bedeutet kein FSME-Risikogebiet auch keine Zecken?

Nein. Die Einstufung betrifft nur das regional erhöhte FSME-Risiko. Zecken und Borrelien können auch außerhalb dieser Gebiete vorkommen.

Wie schütze ich mich vor Zecken?

Trage möglichst lange helle Kleidung, meide dichtes Gebüsch, verwende bei Bedarf ein geeignetes Repellent und suche Körper und Kleidung nach Aufenthalten draußen gründlich ab.

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Qualität und Quellen

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