Zecken verstehen, erkennen und richtig mit ihnen umgehen
Zeckenwissen: Arten, Lebensweise, Entwicklung und häufige Irrtümer
Zecken sind kleine Spinnentiere, die sich vom Blut von Menschen und Tieren ernähren. Sie leben nicht nur im Wald, fallen nicht von Bäumen und können deutlich kleiner sein, als viele Menschen erwarten.
Auf dieser Seite findest du verständliches Grundlagenwissen über Zecken, ihren Körperbau, ihre Entwicklungsstadien, typische Lebensräume, ihre Aktivität und die wichtigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten.
Was sind Zecken?
Zecken sind keine Insekten. Sie gehören zu den Spinnentieren und innerhalb dieser Gruppe zu den Milben.
Wie andere Spinnentiere besitzen erwachsene Zecken acht Beine. Larven haben zunächst nur sechs Beine.
Zecken leben zeitweise als Parasiten. Für ihre Entwicklung benötigen sie Blut von Menschen, Säugetieren, Vögeln oder Reptilien.
Eine Zecke verbringt jedoch nur einen kleinen Teil ihres Lebens auf einem Wirt. Die übrige Zeit hält sie sich in der Umwelt auf und wartet auf eine Gelegenheit zur nächsten Blutmahlzeit.
Wie ist eine Zecke aufgebaut?
Eine Zecke besteht vereinfacht aus einem vorderen Bereich mit Mundwerkzeugen und einem dahinterliegenden Körper.
Mundwerkzeuge
Mit ihren Mundwerkzeugen verletzt die Zecke die Haut und verankert sich an der Einstichstelle. Der gezahnte Stechapparat hilft ihr dabei, während der Blutmahlzeit fest in der Haut zu sitzen.
Vorderkörper
Im vorderen Bereich befinden sich die Mundwerkzeuge und die Ansatzstellen der Beine. Bei kleinen oder vollgesogenen Zecken ist dieser Bereich ohne Vergrößerung häufig schwer zu erkennen.
Hinterleib
Der Hinterleib kann sich während der Blutmahlzeit stark ausdehnen. Eine zunächst flache Zecke kann dadurch deutlich größer und rundlicher werden.
Beine
Erwachsene Zecken und Nymphen besitzen acht Beine. Bei einer festgesogenen Zecke können die Beine eng am Körper liegen oder durch Haare verdeckt sein.
Haller-Organ
An den Vorderbeinen besitzen Zecken ein besonderes Sinnesorgan. Damit können sie unter anderem Wärme, Gerüche und Bestandteile der Atemluft wahrnehmen.
Wie groß ist eine Zecke?
Die Größe hängt von Art, Entwicklungsstadium, Geschlecht und Saugzustand ab.
Eine Larve kann kleiner als ein Millimeter sein. Nymphen sind meist nur wenige Millimeter groß und werden auf der Haut leicht mit einem dunklen Punkt oder Schorf verwechselt.
Erwachsene Zecken sind vor der Blutmahlzeit ebenfalls relativ klein und flach. Ein vollgesogenes Weibchen kann dagegen deutlich größer und traubenartig wirken.
Welche Farbe haben Zecken?
Zecken können je nach Art und Entwicklungsstadium unterschiedlich aussehen.
Mögliche Farben sind:
- dunkelbraun,
- schwarzbraun,
- rötlich-braun,
- grau,
- beige,
- oder auffällig gemustert.
Eine vollgesogene Zecke wirkt häufig heller als eine noch nicht vollgesogene Zecke. Die Farbe allein reicht deshalb nicht aus, um eine Zecke sicher zu erkennen.
Wie entwickelt sich eine Zecke?
Der Lebenszyklus vieler Zeckenarten besteht aus vier grundlegenden Stadien:
- Ei: Das Weibchen legt nach einer Blutmahlzeit zahlreiche Eier ab.
- Larve: Aus dem Ei schlüpft eine sehr kleine Larve mit sechs Beinen.
- Nymphe: Nach einer Blutmahlzeit und Häutung entsteht eine Nymphe mit acht Beinen.
- Erwachsene Zecke: Nach einer weiteren Blutmahlzeit und Häutung entwickelt sich das erwachsene Tier.
Für den Übergang zum nächsten Stadium benötigt die Zecke normalerweise jeweils eine Blutmahlzeit.
Was ist eine Zeckennymphe?
Die Nymphe ist das Entwicklungsstadium zwischen Larve und erwachsener Zecke.
Nymphen sind besonders leicht zu übersehen, weil sie häufig nur wenige Millimeter groß sind. Auf der Haut können sie wie ein dunkler Punkt, eine kleine Kruste oder ein Muttermal wirken.
Obwohl sie klein sind, können auch Nymphen Krankheitserreger übertragen.
Wie lange lebt eine Zecke?
Die Entwicklung einer Zecke kann sich über mehrere Jahre erstrecken. Sie hängt unter anderem von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wirtsangebot und Zeckenart ab.
Zwischen den Blutmahlzeiten können Zecken längere Zeit ohne Nahrung auskommen. Sie sind dabei jedoch auf geeignete Umweltbedingungen angewiesen und müssen sich vor Austrocknung schützen.
Wo leben Zecken?
Zecken benötigen geschützte Bereiche mit ausreichender Feuchtigkeit. Sie kommen deshalb häufig in bodennaher Vegetation vor.
Typische Lebensräume sind:
- Waldränder,
- hohes Gras,
- Gebüsch,
- Laubschichten,
- Wiesen,
- Parks,
- Gärten,
- Grünstreifen,
- und feuchte schattige Bodenbereiche.
Zecken leben nicht ausschließlich im Wald. Auch ein gepflegter Garten oder städtischer Park kann geeignete Bereiche enthalten.
Wie hoch klettern Zecken?
Viele heimische Zeckenarten halten sich überwiegend in Bodennähe und auf niedriger Vegetation auf.
Larven und Nymphen sitzen häufig besonders niedrig. Erwachsene Zecken können auch etwas höher an Gräsern oder Pflanzen warten.
Die Vorstellung, dass Zecken gezielt auf hohe Bäume klettern und von dort auf Menschen springen, ist falsch.
Können Zecken im Haus leben?
Eine einzelne Zecke kann über Kleidung, Haustiere oder Gegenstände in eine Wohnung gelangen.
Die meisten heimischen Zeckenarten finden in normalen trockenen Wohnräumen jedoch keine idealen Bedingungen für eine dauerhafte Entwicklung.
Bestimmte Zeckenarten können sich unter passenden Bedingungen eher in Gebäuden oder Tierunterkünften halten. Wiederholte Funde sollten deshalb besonders in Haushalten mit Hunden genauer untersucht werden.
Wann sind Zecken aktiv?
Zeckenaktivität hängt stärker von Temperatur und Feuchtigkeit als von einem festen Kalendermonat ab.
Besonders aktiv sind viele Zecken während milder und feuchter Perioden. Die Hauptaktivität liegt häufig im Frühjahr, Frühsommer und Herbst.
Bei ausreichend milden Temperaturen können Zecken aber auch im Winter aktiv sein.
Ab welcher Temperatur sind Zecken aktiv?
Der Gemeine Holzbock kann bereits bei niedrigen einstelligen Temperaturen aktiv werden. Deshalb ist ein Zeckenfund auch außerhalb der klassischen warmen Jahreszeit möglich.
Ein milder Wintertag bedeutet nicht automatisch, dass keine Zecken unterwegs sind.
Sind Zecken bei Hitze aktiv?
Zecken benötigen Feuchtigkeit und müssen sich vor Austrocknung schützen. Bei trockener Hitze ziehen sie sich häufiger in feuchte, bodennahe Bereiche zurück.
Das bedeutet jedoch nicht, dass bei warmem Wetter kein Risiko besteht. In schattigem Gras, Laub, Gebüsch und feuchten Gartenbereichen können weiterhin Zecken vorkommen.
Gibt es eine feste Zeckensaison?
Die Bezeichnung Zeckensaison ist praktisch, aber etwas vereinfachend.
In vielen Jahren beginnt die Aktivität im Frühjahr und hält bis in den Herbst an. Bei milden Temperaturen kann sie früher beginnen, länger dauern oder zeitweise im Winter auftreten.
Zeckenschutz und Körperkontrolle sollten sich deshalb nach Wetter, Region und Aufenthalt im Freien richten und nicht nur nach dem Kalender.
Wie findet eine Zecke einen Menschen oder ein Tier?
Zecken suchen ihren Wirt nicht mit den Augen wie ein jagendes Tier. Sie reagieren auf verschiedene Reize aus ihrer Umgebung.
Dazu gehören unter anderem:
- Körperwärme,
- Gerüche,
- Kohlendioxid aus der Atemluft,
- Bewegungen,
- und Erschütterungen.
Viele Zecken warten auf Pflanzen oder in Bodennähe und halten die Vorderbeine ausgestreckt. Streift ein Mensch oder Tier vorbei, wechseln sie auf den neuen Wirt.
Können Zecken springen oder fliegen?
Nein. Zecken besitzen keine Flügel und können nicht fliegen.
Sie springen auch nicht gezielt auf Menschen oder Tiere. Sie lassen sich beim direkten Kontakt von Pflanzen, Gras oder Untergrund abstreifen.
Kriechen Zecken lange auf dem Körper umher?
Nach dem Übergang auf einen Wirt kann eine Zecke zunächst über Haut oder Kleidung krabbeln und nach einer geeigneten Stichstelle suchen.
Bevorzugt werden häufig warme, geschützte und dünnhäutige Bereiche. Welche Stelle gewählt wird, hängt auch von Kleidung, Körperbehaarung und dem Weg der Zecke über den Körper ab.
Wie funktioniert ein Zeckenstich?
Eine Zecke ritzt die Haut mit ihren Mundwerkzeugen an und verankert ihren Stechapparat im Gewebe.
Während der Blutmahlzeit gibt sie Speichelbestandteile in die Stichstelle ab. Diese können unter anderem dafür sorgen, dass die Blutaufnahme erleichtert wird und der Stich zunächst unbemerkt bleibt.
Die Zecke saugt nicht innerhalb weniger Sekunden ihre gesamte Blutmahlzeit. Je nach Entwicklungsstadium kann sie über einen längeren Zeitraum festgesogen bleiben.
Warum merkt man einen Zeckenstich häufig nicht?
Der Stich verursacht häufig zunächst keine starken Schmerzen. Zusätzlich sitzen Zecken oft an schwer sichtbaren Körperstellen.
Besonders kleine Nymphen können deshalb über Stunden oder Tage unbemerkt bleiben.
Ist es ein Zeckenbiss oder ein Zeckenstich?
Im Alltag wird häufig vom Zeckenbiss gesprochen. Fachlich ist Zeckenstich die passendere Bezeichnung, weil die Zecke die Haut mit ihren Mundwerkzeugen anritzt und einen Stechapparat verankert.
Beide Begriffe werden bei der Internetsuche verwendet und meinen normalerweise dasselbe Ereignis.
Wie lange saugt eine Zecke?
Die Dauer der Blutmahlzeit hängt von Entwicklungsstadium, Zeckenart und Wirt ab.
Larven und Nymphen können über mehrere Tage saugen. Erwachsene Weibchen können noch länger am Wirt bleiben und sich dabei deutlich vergrößern.
Eine gefundene Zecke sollte deshalb möglichst zeitnah entfernt und nicht absichtlich bis zum selbstständigen Abfallen belassen werden.
Welche Zeckenarten gibt es in Deutschland?
In Deutschland kommen verschiedene Zeckenarten vor. Sie unterscheiden sich in Aussehen, Lebensweise, bevorzugten Wirten und möglicher Bedeutung als Krankheitsüberträger.
Gemeiner Holzbock
Der Gemeine Holzbock ist die bekannteste und am weitesten verbreitete Zeckenart in Deutschland. Er kann Menschen, Hunde, Katzen und zahlreiche Wildtiere befallen.
Auwaldzecke
Die Auwaldzecke ist größer und auffälliger gemustert als der Gemeine Holzbock. Sie ist besonders für Hunde relevant und kann unter anderem Erreger der Babesiose übertragen.
Braune Hundezecke
Die Braune Hundezecke ist an wärmere Bedingungen angepasst und befällt bevorzugt Hunde. Unter geeigneten Bedingungen kann sie sich auch in Gebäuden oder Tierunterkünften halten.
Hyalomma-Zecken
Hyalomma-Zecken sind deutlich größer als viele heimische Zecken und besitzen auffällig geringelte Beine. Einzelne Exemplare können durch Zugvögel nach Deutschland gelangen und bei geeigneten Bedingungen überleben.
Welche Zecke sitzt auf Menschen?
Menschen werden in Deutschland besonders häufig vom Gemeinen Holzbock gestochen.
Grundsätzlich können aber auch andere Zeckenarten einen Menschen als Wirt nutzen. Die genaue Art lässt sich anhand eines schnellen Blicks nicht immer sicher bestimmen.
Welche Zecken befallen Hunde und Katzen?
Hunde und Katzen können ebenfalls vom Gemeinen Holzbock befallen werden. Bei Hunden spielen zusätzlich unter anderem Auwaldzecken und Braune Hundezecken eine Rolle.
Welche Arten vorkommen, hängt von Region, Lebensweise und Reisen ab.
Welche Krankheiten können Zecken übertragen?
Zecken können verschiedene Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger übertragen.
Für Menschen in Deutschland sind besonders bekannt:
- Lyme-Borreliose,
- FSME,
- und seltenere zeckenübertragene Infektionen.
Für Hunde können zusätzlich unter anderem Babesiose, Anaplasmose und Ehrlichiose relevant sein.
Nicht jede Zecke trägt Krankheitserreger und nicht jeder Stich führt zu einer Infektion.
Überträgt jede Zecke Borreliose?
Nein. Nicht jede Zecke trägt Borrelien in sich. Auch bei einer infizierten Zecke kommt es nicht zwangsläufig zu einer Übertragung.
Das Risiko hängt unter anderem von der Region, dem Entwicklungsstadium und der Dauer des Saugvorgangs ab.
Eine Zecke sollte deshalb möglichst früh entfernt werden.
Überträgt jede Zecke FSME?
Nein. Das FSME-Virus kommt nur bei einem kleinen Teil der Zecken und regional unterschiedlich vor.
FSME-Risikogebiete werden regelmäßig neu bewertet. Ein Risikogebiet bedeutet nicht, dass jede dort vorkommende Zecke infiziert ist.
Kann man einer Zecke ansehen, ob sie infiziert ist?
Nein. Aus Größe, Farbe, Art oder Saugzustand lässt sich nicht erkennen, ob eine Zecke Krankheitserreger trägt.
Auch eine besonders große oder kleine Zecke ist nicht automatisch gefährlicher oder ungefährlicher.
Häufige Irrtümer über Zecken
Zecken fallen von Bäumen
Das ist ein verbreiteter Mythos. Zecken sitzen überwiegend in Bodennähe, Gras, Laub und niedriger Vegetation.
Zecken gibt es nur im Wald
Auch Gärten, Parks, Wiesen und städtische Grünflächen können Zeckenlebensräume sein.
Zecken sind nur im Sommer aktiv
Bei milden Temperaturen können Zecken auch im Winter aktiv werden.
Eine Zecke muss herausgedreht werden
Entscheidend ist vor allem, die Zecke hautnah, langsam und kontrolliert zu entfernen. Die genaue Bewegung hängt auch vom verwendeten Werkzeug ab.
Öl erleichtert das Entfernen
Öl, Klebstoff, Nagellack oder Alkohol sollten nicht auf eine festgesogene Zecke aufgetragen werden.
Ein steckengebliebener Rest ist der ganze Zeckenkopf
Meist bleiben Teile der Mundwerkzeuge in der Haut zurück und nicht der gesamte Kopf.
Nach einer FSME-Impfung sind Zecken ungefährlich
Die FSME-Impfung schützt nicht vor Zeckenstichen oder Borreliose.
Jede Rötung bedeutet Borreliose
Eine kleine lokale Rötung kann eine normale Hautreaktion sein. Eine sich ausbreitende Rötung sollte dagegen medizinisch beurteilt werden.
Können Zecken ertrinken?
Zecken können eine gewisse Zeit im Wasser überleben. Duschen oder Baden entfernt deshalb nicht zuverlässig jede Zecke und tötet eine festgesogene Zecke nicht sicher ab.
Eine bereits festgesogene Zecke muss mit einem geeigneten Werkzeug entfernt werden.
Kann eine Zecke in der Waschmaschine überleben?
Ein Waschgang bei niedriger Temperatur tötet Zecken nicht in jeder Situation zuverlässig ab.
Kleidung sollte nach Aufenthalten in zeckenreichen Bereichen zunächst gründlich kontrolliert und entsprechend der Materialverträglichkeit gereinigt werden.
Beißen Zecken mehrmals?
Eine Zecke sucht normalerweise eine geeignete Stelle, sticht und bleibt dort für ihre Blutmahlzeit sitzen.
Wird sie gestört oder findet zunächst keine geeignete Stelle, kann sie weiterkrabbeln. Mehrere sichtbare Einstichstellen können auch durch mehrere Zecken oder andere Ursachen entstehen.
Wie schützt du dich vor Zecken?
Einen vollständigen Schutz gibt es nicht. Mehrere Maßnahmen gemeinsam können das Risiko jedoch reduzieren.
- Auf Wegen und kurz gemähten Flächen bleiben.
- Hohes Gras und dichtes Gebüsch möglichst meiden.
- Lange, helle Kleidung tragen.
- Hosenbeine in die Socken stecken.
- Geeignete Repellents nach Herstellerangaben verwenden.
- Körper und Kleidung nach Aufenthalten draußen absuchen.
- Kopfhaut, Ohren, Achseln, Leisten und Kniekehlen besonders prüfen.
- Gefundene Zecken möglichst zeitnah entfernen.
Wie entfernt man eine Zecke richtig?
Eine festgesogene Zecke sollte möglichst zeitnah entfernt werden.
- Eine feine Pinzette oder ein geeignetes Zeckenwerkzeug verwenden.
- Die Zecke möglichst nah an der Haut greifen.
- Den Hinterleib nicht unnötig quetschen.
- Die Zecke langsam und kontrolliert entfernen.
- Kein Öl, keinen Klebstoff, Nagellack oder Alkohol verwenden.
- Hautstelle und Hände anschließend reinigen.
- Datum und Körperstelle notieren.
- Die Hautstelle und den Allgemeinzustand weiter beobachten.
Wann ist nach einem Zeckenstich ärztlicher Rat wichtig?
Eine problemlos entfernte Zecke erfordert ohne Beschwerden nicht automatisch einen Arztbesuch.
Medizinischer Rat ist jedoch wichtig bei:
- einer sich ausbreitenden Rötung,
- Fieber,
- starker Abgeschlagenheit,
- Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen,
- neurologischen Beschwerden,
- einer stark entzündeten Einstichstelle,
- oder Problemen bei der Entfernung.
Häufige Fragen über Zecken
Sind Zecken Insekten?
Nein. Zecken gehören zu den Spinnentieren und innerhalb dieser Gruppe zu den Milben.
Wie viele Beine hat eine Zecke?
Erwachsene Zecken und Nymphen besitzen acht Beine. Zeckenlarven haben zunächst sechs Beine.
Fallen Zecken von Bäumen?
Normalerweise nicht. Zecken werden meist beim Kontakt mit Gras, Gebüsch, Laub oder niedriger Vegetation aufgenommen.
Können Zecken springen oder fliegen?
Nein. Zecken besitzen keine Flügel und springen nicht gezielt auf einen Wirt.
Wo leben Zecken?
Zecken leben häufig in bodennaher, feuchter und geschützter Vegetation wie Gras, Gebüsch, Laub, Waldrändern, Parks und Gärten.
Wann sind Zecken aktiv?
Ihre Aktivität hängt von Temperatur und Feuchtigkeit ab. Bei mildem Wetter können Zecken auch außerhalb von Frühling und Sommer aktiv sein.
Wie lange lebt eine Zecke?
Die Entwicklung kann sich je nach Art und Umweltbedingungen über mehrere Jahre erstrecken.
Überträgt jede Zecke Borreliose?
Nein. Nicht jede Zecke trägt Borrelien, und nicht jeder Stich einer infizierten Zecke führt zu einer Übertragung.
Kann man einer Zecke ansehen, ob sie infiziert ist?
Nein. Größe, Farbe und Art zeigen nicht zuverlässig, ob eine Zecke Krankheitserreger trägt.
Wie sollte eine Zecke entfernt werden?
Greife sie mit einer feinen Pinzette oder einem geeigneten Werkzeug möglichst nah an der Haut und entferne sie langsam und kontrolliert.
Zeckenwissen weiter vertiefen
Zeckenarten
Holzbock, Auwaldzecke, Hundezecke und weitere Arten vergleichen.
Zecken in Deutschland
Verbreitung, Aktivität und regionale Besonderheiten kennenlernen.
Zecken im Garten
Typische Bereiche erkennen und das Risiko rund ums Haus reduzieren.
Krankheiten durch Zecken
Borreliose, FSME und weitere Infektionen im Überblick.
Zeckenschutz
Schutzmaßnahmen für Menschen, Kinder, Hunde und Katzen.
Qualität und Quellen
Für die fachliche Erstellung und Überprüfung dieser Seite wurden insbesondere Informationen öffentlicher Gesundheits- und Umweltinstitutionen berücksichtigt.
Robert Koch-Institut: Zeckenübertragene Erkrankungen ↗
Umweltbundesamt: Vorsicht vor Schildzecken ↗
gesund.bund.de: Borreliose ↗
gesund.bund.de: FSME ↗
Infektionsschutz.de: Infektionen über Zecken ↗
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